Grünen-Abgeordnete bei der Hochschule
Austausch mit Rektor Trahasch

Prof. Dr. Thomas Wendt (links) erläuterte Chantal Kopf (2. von links) und den anderen Gästen wie Hochschule und Unternehmen im Work-Life Robotics Institute in der angewandten Forschung und im Transfer zusammenarbeiten.    | Foto: Hochschule Offenburg
  • Prof. Dr. Thomas Wendt (links) erläuterte Chantal Kopf (2. von links) und den anderen Gästen wie Hochschule und Unternehmen im Work-Life Robotics Institute in der angewandten Forschung und im Transfer zusammenarbeiten.
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Offenburg (st) Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch begrüßte Chantal Kopf (Bündnis 90/Die Grünen), die Vertreterin des Wahlkreises Freiburg im Deutschen Bundestag, sowie die ebenfalls anwesenden Mitglieder des Kreisvorstands der Grünen Ortenau Lena Mohr (Vorsitzende), Elisabeth Schilli, Dagmar Wenger und Sylvia Dorn (Beisitzerinnen) im Work-Life Robotics Institute der Hochschule Offenburg.
Im Fokus der Gespräche standen zunächst die Europäischen Hochschulallianzen, heißt es in einer Pressemitteilung. Stephan Trahasch stellte Chantal Kopf die von der Hochschule Offenburg mit acht Partnern gegründete Hochschulallianz ChallengeEU vor. Die Sprecherin für Europa-Politik der Grünen Bundestagsfraktion war sich mit dem Rektor einig, dass Hochschulallianzen wie ChallengeEU auf europäischer Ebene ein wichtiges und erfolgreiches Instrument zur Bildung eines gemeinsamen Hochschulraums und zur Förderung der Demokratie in Europa sind.

Forschung schneller anwenden

Im zweiten Teil des Gesprächs ging es darum, wie Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen überführt werden können. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die im Koalitionsvertrag vereinbarte Gründung der Deutschen Anwendungsforschungsgemeinschaft (DAFG). Dies sei ein Meilenstein, für den sich die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW), zu denen auch die Hochschule Offenburg gehört, seit mehr als einem Jahrzehnt eingesetzt haben. „Jetzt kommt es auf die Ausgestaltung an: Die DAFG braucht eine verlässliche Ausfinanzierung durch den Bund und die Aufnahme in den Pakt für Forschung und Innovation. Dann kann sie die anwendungsorientierte Forschung an den HAW nachhaltig sichern und Innovationen deutlich beschleunigen", betonte Trahasch.
Der Rektor verwies dabei auf das aktuelle Positionspapier der Hochschulallianz für den Mittelstand, das auf einer Evaluation von 88 Transfer-Förderprogrammen basiert. Dessen zentrale Forderungen – durchgängige Förderketten statt Projektinseln, passende Rahmenbedingungen für HAW und kleine und mittlere Unternehmen, Verwertungsorientierung von Anfang an sowie mehr Flexibilität und Geschwindigkeit – decken sich mit den Erfahrungen der Hochschule Offenburg: Wo Förderung durchgängig gedacht wird, entstehen aus Forschungsergebnissen schneller Innovationen für den Mittelstand und starke regionale Innovationsökosysteme.
Eine anschließende Führung durch das Work-Life Robotics Institute verdeutlichte, wie die Hochschule Offenburg mit Unternehmen in der angewandten Forschung und im Transfer zusammenarbeitet und welche positiven Auswirkungen das auf die Wirtschaft und damit auf das Leben in der Region hat.

Kritik an Antragsstopp

Bislang spielte bei dieser Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) eine wichtige Rolle. Der kurzfristige und überraschende Antragsstopp für diese Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium vor wenigen Tagen bedeutet für die Hochschule Offenburg, dass zahlreiche geplante gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts von zentraler Bedeutung sind, unerwartet gefährdet sind.
„Wir brauchen Verlässlichkeit und Tempo, um im globalen Wettbewerb in Bereichen wie der Robotik technologisch mithalten zu können. Ich habe viele interessante Einblicke erhalten, welche Unterstützung die Hochschule konkret auf den verschiedenen politischen Ebenen benötigt, um sinnvolle internationale Kooperationen wie die europäische Hochschulallianz ChallengeEU aufrechterhalten und ihre beeindruckenden Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen zu können“, bedankte sich Chantal Kopf beim Abschied.

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