Lärmsanierung der Bahn
Bauarbeiten für Schallschutzwand starten

Am 26. April beginnen die Bauarbeiten für eine von zwei Schallschutzwänden entlang der Rheintalbahn.
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  • Foto: gro
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Stuttgart/Offenburg (st). Weniger Lärm, mehr Lebensqualität: Die Deutsche Bahn baut in Offenburg eine rund 3.000 Meter lange Schallschutzwand. Über das Lärmsanierungsprogramm des Bundes werden rund 7,6 Millionen Euro investiert. Ab dem 26. April starten die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende August dauern werden, teilt das Unternehmen mit.

Während der Bauarbeiten kämen moderne, lärmgedämpfte Geräte zum Einsatz. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolge der Bau der Schallschutzwände unter Sperrung der Gleise in der Nacht. Die Deutsche Bahn bittet vorab alle betroffenen Anwohner um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

Zwei Schallschutzwände geplant

Die Schallschutzwand beginnt südwestlich des Stadtzentrums von Offenburg auf der Höhe des Bolzplatzes in der Königswaldstraße und endet auf der Höhe der Zähringerstraße 23 in Richtung Hauptbahnhof. Die Schallschutzwand wird eine Höhe von drei Metern erreichen und aus hoch-schallabsorbierenden Leichtmetall-Elementen bestehen.

Der Bau einer weiteren Lärmschutzwand startet ab Januar 2022 an den Gleisen im Bereich Fasanenweg; sie reicht von der B3-Brücke bis zum Ende des Fasanenwegs.

Beide Schallschutzwände werden die Anwohner entlang der Bahnstrecke vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. Auch weiter entfernt liegende Häuser und Wohnungen profitieren von der Wirkung der aktiven Schallschutzmaßnahme. Auch passive Lärmsanierungsmaßnahmen, wie der Einbau von Schallschutzfenstern oder
-lüftern, sind geplant. Die Eigentümer der jeweiligen Gebäude werden vorab über Fördermöglichkeiten informiert.

Über die Lärmsanierung

Das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ wird seit 1999 vom Bund gefördert. Damit wurde seinerzeit die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Über 1,7 Milliarden Euro wurden seither in die Lärmsanierung von über 2.000 Kilometern Schienenstrecke und rund 64.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2020 wurden über 75 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und Mittel in Höhe von rund 146 Millionen Euro verbaut.

Bis zum Jahr 2030 soll die Lärmsanierung mehr als die Hälfte aller Anwohner  an bestehenden Schienenwegen vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten.

Die Lärmsanierung ist eine freiwillige Leistung des Bundes. Gefördert werden Schallschutzwände sowie schalldichte Fenster und Lüfter in Gebäuden. In Einzelfällen werden auch Dämmungen von Außenfassaden und Dächern teilfinanziert. Da die Lärmsanierungsmaßnahmen eine Wertsteigerung des Objektes bedeuten, tragen die Eigentümer ein Viertel der Kosten.

Weitere Informationen unter www.laermsanierung.deutschebahn.com

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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