Ortenau Klinikum
Beitritt im Bündnis „Nicht am Menschen sparen“
- Sebastian Schön, Pflegedirektor, und Zoe Braun, Leiterin der Eingliederungshilfe, vom Pflege- und Betreuungsheim Ortenau unterstützen das Bündnis "Nicht am Menschen sparen".
- Foto: Ortenau Klinikum/ Sophia Schöner
- hochgeladen von Lea Wölfle
Offenburg (st) Das Ortenau Klinikum tritt dem Bündnis „Nicht am Menschen sparen“ bei. Der Klinikverbund unterstützt damit das Anliegen, notwendige soziale Leistungen zu sichern und zugleich konsequent unnötige Bürokratie abzubauen. Ziel sind einfachere, digitalere und verlässlichere Rahmenbedingungen für Einrichtungen, die täglich Verantwortung für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf übernehmen, heißt es in der Pressemitteilung.
Überregionales Bündnis
„Nicht am Menschen sparen“ ist ein überregionales Bündnis, dem aktuell rund 70 soziale Einrichtungen und Verbände aus Baden-Württemberg und dem ganzen Bundesgebiet angehören. Es macht darauf aufmerksam, dass der wachsende finanzielle und bürokratische Druck soziale Einrichtungen zunehmend belastet. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen drei zentrale Anliegen: soziale Leistungen sichern, Bürokratie abbauen und dadurch mehr Zeit für die Menschen schaffen. Mit seinem Pflege- und Betreuungsheim Ortenau ist das Ortenau Klinikum selbst ein wichtiger Akteur der sozialen Versorgung im Ortenaukreis. Das Pflege- und Betreuungsheim ist Teil des Klinikverbunds und steht für die Versorgung und Betreuung von rund 420 älteren und pflegebedürftigen als auch geistig behinderten, psychisch kranken und suchtkranken Menschen. „Wer eine verlässliche Pflege und soziale Versorgung langfristig sichern will, muss diejenigen stärken, die tagtäglich für Menschen da sind. Dazu gehören tragfähige finanzielle Rahmenbedingungen ebenso wie Strukturen, die es unseren Mitarbeitenden ermöglichen, ihre Zeit und Ressourcen möglichst unmittelbar für die Menschen einzusetzen.“, sagt Kathleen Messer, Pflegerische Vorständin des Ortenau Klinikums. „Mit unserem Beitritt zum Bündnis ‚Nicht am Menschen sparen‘ wollen wir gemeinsam mit anderen Akteuren ein deutliches Zeichen setzen: Gute Pflege, Betreuung und soziale Versorgung brauchen Planungssicherheit, ausreichend finanzielle Mittel und weniger Bürokratie.“ Der Beitritt ist für das Ortenau Klinikum zugleich ein Ausdruck der Verantwortung, die der Klinikverbund für die Gesundheits- und Sozialversorgung in der Region übernimmt. Aus Sicht des Klinikverbunds sollten Reformen dazu beitragen, vorhandene Ressourcen möglichst wirksam einzusetzen. Komplexe Verfahren, unterschiedliche Anforderungen, Mehrfachdokumentationen und fehlende digitale Schnittstellen binden Zeit und Personal, das an anderer Stelle dringend benötigt wird.
Pflege und Betreuung
„Gerade angesichts der demografischen Entwicklung und des wachsenden Bedarfs an Pflege und Betreuung müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die vorhandenen Ressourcen dort ankommen, wo sie gebraucht werden: bei den Menschen“, so Marco Porta, Heimdirektor des Pflege- und Betreuungsheims Ortenau. „Das Bündnis bringt viele Akteure zusammen und gibt den Anliegen der sozialen Einrichtungen eine gemeinsame Stimme. Wir wollen diese Stimme mit unserem Beitritt stärken.“ Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat das Bündnis die Petition „Nicht am Menschen sparen – Bürokratie im Sozialbereich abbauen!“ auf der Petitionsplattform „Openpetition“ gestartet. Sie richtet sich an die Landesregierung in Baden-Württemberg und soll bis Ende des Jahres das Quorum von 22.000 Unterschriften erreichen. Bisher hat die Initiative bundesweit im Internet über 15.500 Unterstützende gefunden.
Mehr Informationen zum Bündnis „Nicht am Menschen sparen“ und die Möglichkeit, die Petition zu unterschreiben, gibt es auf der Internetseite des Pflege- und Betreuungsheims Ortenau unter Bündnis "Nicht am Menschen sparen" | Pflege- und Betreuungsheim Ortenau.








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