Stadtteil- und Familienzentrum
"Die Feste im Stadtteil Nordwest sind legendär"

Für die Bewohner der Nordweststadt im Einsatz (v.l.): Nadja Reichert, Simone Heisch, Simone Müller und Stefan Borho
  • Für die Bewohner der Nordweststadt im Einsatz (v.l.): Nadja Reichert, Simone Heisch, Simone Müller und Stefan Borho
  • Foto: D. Jäger
  • hochgeladen von Isabel Obleser

Offenburg (djä). Seit über 20 Jahren sind die Stadtteil- und Familienzentren (SFZ) der Stadt Offenburg ein wichtiger Bestandteil des städtischen Konzepts für ein „kinder- und familienfreundliches Offenburg“. Mit den Zentren wurden eigene, lokale Infrastrukturen für soziale Dienstleistungen geschaffen, von der Kindertagesstätte ab dem ersten Lebensjahr bis zur Erwachsenen- und Seniorenarbeit. Sechs dieser gemeinwesenorientierten Begegnungsstätten gibt es in Offenburg.
Das Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach zog vor zehn Jahren in den Neubau mitten im Schulzentrums in der Offenburger Nordweststadt. Rund 5.000 Menschen wohnen im Stadtteil. Simone Müller, die SFZ-Leiterin, schätzt die Vielfalt des Viertels. "Es ist uns wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu treten, das Miteinander zu fördern. Dazu gehören Bürgerbeteiligung und -aktivierung, aber auch gemeinsames Feiern", sagt sie: "Die Feste im Stadtteil sind legendär." Am 1. und 2. Juli ist es wieder soweit. Dann wird das nächste Stadtteilfest gefeiert.
Bei der örtlichen Nähe liegt die Vernetzung und Zusammenarbeit mit den vier angrenzenden Schulen nahe. In dem Gebäude des SFZ werden deshalb viele Räume multifunktional von den Schulen mitgenutzt. Vormittags die Küche, mittags die Mensa und nachmittags bietet das Haus Lern- und Ruheräume. Auch viele schulische Arbeitsgemeinschaften können hier stattfinden. Das erleichtert den Schulen den Ganztagesbetrieb. Nach Schulschluss sind dafür die Außenbereiche und Hallen der Schulen gern genutztes Freizeitgelände. Da gibt es draußen Platz für Ballspiele und eine Halfpipe für Skater. In den Hallen kann geboxt, Fußball und Basketball gespielt oder getanzt werden.
Für Kinder und Jugendliche gibt es auch in den Ferien und an Wochenenden Aktionen. Die Themen orientieren sich an ihren Interessen und Bedürfnissen, denn gerade die Jugendlichen bringen ihre Ideen ein, die vom SFZ unterstützt werden. Zur Offenen Jugendarbeit gehört auch der Jugendkeller unterhalb der Astrid-Lindgren-Schule. Cliquen und Tanzgruppen können die Räume als eigenen Treff nutzen. Im Stadtteilgebäude befindet sich auch die Kindertagesstätte unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Ursula.
Durch die Lage neben den Schulen scheint das SFZ auf den ersten Blick ein Ort überwiegend für die jungen Stadtteilbewohner zu sein. Aber auch für Erwachsene und Familien hat das Zentrum viele Angebote. Es gibt eine Bücherei mit Café, einen Frühstückstreff und Projekte wie das "Internationale Kochen". Anregungen und Aktionen aus der Bevölkerung werden gerne aufgenommen. Dafür werden beispielsweise kostenfrei Räume zur Verfügung gestellt. Im "Repair-Café" nebenan, das regelmäßig in der Fahrradwerkstatt vom BUND-Umweltzentrum organisiert wird, wird nach dem Motto "Zusammen reparieren statt alleine wegwerfen" an kaputten Dingen gearbeitet.
Die Infrastruktur des Zentrums kann für persönliche Feiern oder sonstige Veranstaltungen gemietet werden. Dazu gehören auch die Grillstelle und das "Backhäusle", das seit 2008 auf dem Geländes des SFZ steht. Hier wird auf dem direkten Steinboden gebacken. Das Backhaus wird regelmäßig von einer Backgruppe angeheizt. Beim SFZ gibt man gerne Auskunft, wann und wie man dort sein Brot backen kann.
Das SFZ kann demnächst eine Dependance eröffnen. Voraussichtlich ab Mai wird ein eigenes Stadtteilbüro in der Franz-Volk-Straße bezogen. "Die Räume sind ein Glücksgriff. Damit sind wir mit der Gemeinwesenarbeit da, wo die Menschen wohnen", sagt Simone Müller zufrieden.

Autor:

Isabel Obleser aus Gengenbach

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