Warum sich der Stadtanzeiger Verlag im Verband voller Überzeugung engagiert
Die starke Gemeinschaft BVDA – wir sind aktiv dabei

Gastredner Günther Oettinger (links), BVDA-Präsident Alexander Lenders und Isabel Obleser bei der Herbsttagung in der Ortenau
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  • Gastredner Günther Oettinger (links), BVDA-Präsident Alexander Lenders und Isabel Obleser bei der Herbsttagung in der Ortenau
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Ortenau/Berlin (ag). "Es war eine Premiere, erstmals tagte der BVDA (Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter) im Ausland, im Europäischen Parlament in Straßburg", so begann ein Artikel, der am 22. Oktober 1997 im Stadtanzeiger erschien. Ermöglicht hatte Wolfgang L. Obleser diese Sitzung, dessen Verlag Gastgeber der damaligen Herbsttagung war. "Bei der räumlichen Nähe zu Frankreich lag der außergewöhnliche Tagungsort buchstäblich vor der Tür", heißt es in dem besagten Zeitungsbeitrag weiter.

1.300 rein anzeigenfinanzierte Wochenzeitungen mit einer Gesamtauflage von gut 80 Millionen gab es 1997 in Deutschland. Haupterscheinungstag war der Mittwoch, immer mehr Titel erschienen aber ebenfalls sonntags. Und auch in Offenburg liefen zu der Zeit die Vorbereitungen für eine solche Sonntagszeitung auf Hochtouren. Nur einen Monat später fanden die Leser erstmals den Guller in ihren Briefkästen.

Wolfgang L. Obleser hatte sich schon im Vorläufer des BVDA, in der Interessengemeinschaft Verleger-Verband Deutscher Anzeigenblätter, engagiert. Als dieser dann 1987 mit dem BVDA verschmolz, arbeitete er auch dort aktiv im Hauptausschuss mit, "um die Gattung Anzeigenblätter zu stärken". Der Erfolg des BVDA zeigt ihm, wie wichtig es ist, dass es einen solchen Verband gibt. "Gleichzeitig habe ich auch immer die Ohren gespitzt, was andere so machen und wir noch verbessern könnten", sagt der Verlags-Gründer.

Damals wie heute steht der Verlag hinter den Zielen des BVDA und bringt sich dort aktiv ein. Inzwischen ist es allerdings Wolfgang L. Oblesers Tochter Isabel, die im Hauptausschuss sitzt. "Die Branche erreicht mehr, wenn sie mit einer Stimme spricht", ist sie überzeugt. Darüber hinaus ist es der heutigen Verlegerin wichtig, dass im Verband neben so großen Häusern wie beispielsweise der Funke-Gruppe auch die kleineren, familiengeführten Verlage repräsentiert sind. "Wer sich am Markt behaupten möchte, darf das Handeln nicht nur anderen überlassen", ist die Devise von Isabel Obleser.

Neben den drei Organen Mitgliederversammlung, Hauptausschuss und Präsidium gehören zum BVDA Arbeitskreise und Fachgruppen. In Ersterem arbeitet Chefredakteurin Anne-Marie Glaser seit 2015 mit. "Rein anzeigenfinanzierte Zeitungen werden nicht überall mit einer wertigen Redaktion in Verbindung gebracht. Der Arbeitskreis Redaktion möchte dazu beitragen, dass sich das ändert", erklärt sie. "Was beispielsweise Guller und Stadtanzeiger hier vorweisen können, das kann sich wirklich sehen lassen." Umgekehrt profitieren aber auch die beiden Wochenzeitungen in der Ortenau von guten Ideen aus München, Erfurth oder Essen. "Insbesondere in der Zeit, als bei uns die Themen Ausbau des Internetauftritts, Facebook und Leserreporter anstanden, war der Austausch mit Arbeitskreis-Kollegen, die hier schon mehr Erfahrungen haben, sehr wertvoll", so Anne-Marie Glaser.

Interessante Zeitung machen, ist das eine, die Zustellung ein weiterer wichtiger Punkt. "Die zuverlässige Zustellung von über 186.000 Zeitungen zwei Mal die Woche sowie Beilagen an alle Haushalte im Ortenaukreis ist eine große Herausforderung", so Vertriebsleiterin Antje Dziersk. Aus diesem Grund engagiert sie sich bereits seit Jahren im Arbeitskreis Logistik sowie in der BVDA-Fachgruppe Direktzustellung. Diese definiert und überwacht Qualitätsrichtlinien. Abgesehen von dieser wichtigen Aufgabe, die nur im Rahmen eines starken Verbands sinnvoll geleistet werden kann, bestätigt Antje Dziersk: "Es ist notwendig, auch über den eigenen Tellerrand zu schauen. Reger Kontakt unter den Verlagen fördert das und bringt uns alle weiter."

Für Heike Roll, Verkaufsleitung Anzeigen und Beilagen, sind die Frühjahrs- und Herbsttagungen des BVDA ebenfalls mehr als nur Pflichttermine, bei denen es unter anderem um Entwicklungen in der Branche geht. "Rahmenbedingungen ändern sich ständig. Die Frage, wie wir damit umgehen, muss jeder Verlag für sich selbst entscheiden. Sie gemeinsam zu diskutieren, kann uns einer Antwort aber näher bringen", ist sich Heike Roll sicher. 2015 war die Stadtanzeiger Verlags-GmbH & Co.KG erneut Gastgeber der BVDA-Herbsttagung in Offenburg. Mancher Teilnehmer erinnerte sich noch gut an den Besuch des Europäischen Parlaments bei der Tagung 1997 und wie ihnen Wolfgang L. Obleser damals erzählte, dass bald seine neue Sonntagszeitung Der Guller erscheinen wird. Jetzt feiert er sein 20-jähriges Bestehen. Der Guller ist nicht mehr das jüngste, aber immer noch ein stolzes Kind der großen BVDA-Familie.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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