Opernfestival "Wagner Walküre Wahnsinn"
Ein Hauch Bayreuth in Offenburg

Carmen Lötsch (v. l.), Michael Güttler und Edgar Common stellen das Opernfestival "Wagner Walküre Wahnsinn" vor.
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Offenburg (gro). International gefeierte Interpreten, ein frisch gegründetes Festival-Orchester und ein Dirigent von Weltrang: Die Zutaten für die beiden Konzertabende unter dem Titel "Wagner Walküre Wahnsinn" versprechen Großes. Am 24. und 25. Juli wird in der Oberrheinhalle in Offenburg der erste Akt der Wagner-Oper "Die Walküre" konzertant aufgeführt. Die Interpreten sind Cornelia Beskow, Sopran, Viktor Antipenko, Tenor, und Günther Groissböck, Bass, der dieses Jahr auch bei den Festspielen in Bayreuth auftritt. 

Die Idee stammt vom Dirigenten Michael Güttler, der in Ohlsbach lebt. Anstatt während der Pandemie die Hände in den Schoß zu legen, reifte in ihm der Entschluss ein Festival in der Region, in der er lebt, zu etablieren. Mit seinem Vorhaben wurde er in Offenburg begeistert aufgenommen. "Eigentlich sollte das Opernfestival im Mai und unter freiem Himmel auf dem Marktplatz über die Bühne gehen", berichtet Carmen Lötsch, Kulturchefin der Stadt Offenburg. Doch die Coronazahlen ließen dies nicht zu. Also wurde geschoben und geplant und schließlich, als Veranstaltungen wieder möglich wurden, eine Entscheidung gefällt: Es wird zwei Konzerte geben, nicht auf dem Marktplatz, sondern in der Oberrheinhalle. "Das Wetter zeigt, dass die Entscheidung richtig ist", so Lötsch. Die vergangenen Monaten hätten mehr als deutlich bewiesen: "Kultur braucht eine Bühne, Kultur braucht ein Publikum und die Gesellschaft braucht Kultur. Die Stadtgesellschaft braucht Impulse und für uns ist es auch ein Weg zurück zur Normalität." 

Seit vier Wochen sammelt das städtische Kulturbüro Erfahrungen mit Veranstaltungen. "Wir haben bereits 24 Veranstaltungen angeboten und festgestellt, die Leute kommen, die Ungeduld ist da", fasst Edgar Common, Kulturbüro, zusammen. Die Pandemie habe in der Kulturszene viel Schaden angerichtet und vieles unmöglich gemacht, aber auch neue Ideen und Formate entstehen lassen. "Ohne Corona hätten wir einen international gefragten Dirigenten wie Michael Güttler nicht in der Projektarbeit kennengelernt, sondern bestenfalls auf dem Weg zum Bahnhof, zu seinem nächsten Engagement", so Common. 

"Ich bin ein ungeduldiger Mensch", erklärt Michael Güttler. Ihn hätten nicht die vielen Absagen von Veranstaltungen frustriert, sondern die Unmöglichkeit der Planung. "Im Kulturbetrieb brauchen wir ein halbes Jahr Vorlauf, um ein Programm bieten zu können", erklärt Güttler. "Sie können nicht von einem Tag auf den anderen starten."  Deshalb habe er beschlossen, zu beginnen, statt weiter die Hände in den Schoß zu legen. Entstanden ist ein Festival-Orchester - der Name "Frischluft-Orchester" erinnert noch an die ursprüngliche Idee eines Open Airs - mit Profimusikern aus dem Südwesten, aber auch aus der hiesigen Amateurszene. "Den ersten Auftritt haben wir bereits im Lahrer Stadtpark hinter uns", so Güttler. Dank seiner guten Verbindung in die Welt der Klassik konnte er die bekannten Sänger verpflichten. Die Entscheidung für Offenburg als Veranstaltungsort fiel ihm leicht: "Offenburg ist das Zentrum der Ortenau", so Güttler. 

Angesichts der Unwägbarkeiten der Sieben-Tage-Inzidenzen haben sich die Veranstalter darauf geeinigt, für jedes der beiden Konzerte, Samstag, 24. Juli, um 19 Uhr sowie Sonntag, 25. Juli, um 17 Uhr, 250 Karten anzubieten. "Sollten es die Inzidenzzahlen zulassen, werden wir weitere auf den  Markt geben", so Kulturchefin Carmen Lötsch. Man wolle aber vermeiden, ein zu großes Kontingent zu verkaufen, um bei steigenden Inzidenzen den Zuschauern absagen zu müssen. Ansonsten gelte: "Alles, was die Coronaregeln erlauben, werden wir machen." Michael Güttler erklärt, der erste Akt der Wagner-Oper dauere rund eine Stunde, eine Pause werde nicht gemacht. Ob ein kleines Rahmenprogramm möglich sein wird, steht ebenfalls noch nicht fest. "Wir machen uns Gedanken", verspricht Güttler.

Karten sind unter www.kulturbuero.offenburg.de erhältlich.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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