Claudia Bauer-Rabe
"Ich war schon immer ein Organisationstalent"
- Seit Anfang des Jahres ist Claudia Bauer-Rabe Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums und neben dem Tagesgeschäft für die Umsetzung der Agenda 2030 verantwortlich.
- Foto: Michael Bode
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg Claudia Bauer-Rabe schreckt nicht vor schwierigen Aufgaben zurück. Das hat die 58-Jährige im Laufe ihres Berufslebens immer wieder unter Beweis gestellt. Und das gilt auch für ihre Aufgabe in der Ortenau: Seit dem 1. Februar 2025 ist sie kaufmännische Vorständin und Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums.
In dieser Funktion entwickelt sie fort und setzt weiter um, was ihr Vorgänger auf den Weg gebracht hat – die Agenda 2030, an deren Ende vier Klinikstandorte im Ortenaukreis bleiben mit Neubauten in Achern, Offenburg und Lahr. "Es geht ebenfalls um Prozesseffizienz", sagt die Expertin und verspricht sich einen Schub durch die Neubauten. "Wenn wir unter einem Dach arbeiten, wird das vieles erleichtern. Derzeit hat das Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl noch drei Betriebsstellen."
Erste Kontakte mit dem Krankenhauswesen
Claudia Bauer-Rabe ist eine Macherin. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Trier Betriebswirtschaftslehre. Ihr Schwerpunkt war Arbeit, Personal und Organisation. "Ich habe meine Diplomarbeit im Rahmen einer Hospitation in einem Trierer Krankenhaus gemacht", erinnert sie sich. Das Thema lautete "Flexibilisierung der Arbeitszeiten in Kliniken im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes". "Das ist jetzt 30 Jahre her und noch immer hoch aktuell", stellt Claudia Bauer-Rabe fest. Ihr Studium finanzierte sich die junge Frau, die aus einer Handwerkerfamilie stammt, selbst. "Ich habe es mir in der Gastronomie selbst erarbeitet", sagt sie nicht ohne Stolz. In dieser Zeit habe sie gelernt, zuzuhören. "In der Gastronomie war ich auch immer der Kummerkasten für einsame Seelen", so Bauer-Rabe. Und noch etwas hat sie sich währenddessen zu eigen gemacht: "Immer freundlich zu bleiben, trotz aller Probleme, die man haben kann." Für ihren Beruf bringt sie eine wichtige Voraussetzung mit: "Ich bin ein Organisationstalent – auch im Privatleben. Da muss ich keine Rolle spielen."
Während des Studiums lernte sie ihren Mann kennen: "Ich bin früh Mutter geworden." Ihre beiden Kinder hinderten sie nicht, 1995 ihren Abschluss zu machen. "Danach habe ich mich ins Berufsleben gestürzt", erklärt sie – zunächst in einem Krankenhaus in Trier, das zur Caritas-Trägergesellschaft Trier e. V. gehörte. „Da habe ich meine erste Klinikfusion mitgemacht. Ich war jung und eine neue Führungskraft“, erzählt sie. Es folgten vier Jahre nach Bad Bergzabern zum Aufbau einer neuen Klinik.
Nicht der erste Neubau in ihrem Leben
Ihre nächste Station bescherte ihr ihren Kraftpunkt im Leben. "Ich habe in der Zeit als kaufmännische Direktorin der AOK-Klinik in Baden-Baden einen Neubau in Betrieb genommen", zeigt Claudia Bauer-Rabe Parallelen zur Ortenau auf. In dieser Zeit zog die Familie nach Sinzheim. "Das ist mein familiärer und sozialer Mittelpunkt seit 25 Jahren, mein Fels in der Brandung", sagt sie mit Wärme. Diesen besonderen Ort schafft ihr Mann, mit dem sie die traditionellen Rollen tauschte. Sie machte Karriere, er kümmerte sich um die Familie.
In ihrer Jugend war sie aktive Handballerin. "Leider ist der Sport zu kurz gekommen, als ich Mutter wurde", verrät sie. Doch Bewegung ist noch heute ihre bevorzugte Art, ihren Kopf frei zu bekommen. "Ich mache Nordic Walking und wandere. Wir sind aber auch mit den Rädern unterwegs." Im Laufe der Jahre hat sie Achtsamkeit gelernt. "Wenn ich merke, dass es zu viel wird, dann gehe ich in die Natur", erklärt sie. Ihre Freizeit gehört vor allem der Familie. Aber sie liebt auch Kurztrips und Städtereisen mit ihrem Mann.
Claudia Bauer-Rabes persönliche Tipps
Sportarten
- Fahrradfahren
- Handball
- Nordic Walking
Städtetouren
- Paris
- Rom
- Oslo








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