Umwandlung Flugplatz Offenburg
Hagelabwehr braucht dann neuen Standort
- Eines von zwei Flugzeugen der Hagelabwehr, die auf dem Offenburger Sonderlandeplatz stationiert sind.
- Foto: Susanne Wagner-Köppel
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Die Hagelabwehr Ortenau e. V. meldet sich zur Umwandlung des Sonderlandeplatzes Offenburg in eine Gewerbe- beziehungsweise Industriegebiet zu Wort. In einer Pressemitteilung schreibt sie, dass beide Flugzeuge zur Hagelabwehr in einem Hangar auf dem Offenburger Flugplatz stehen und im Fall einer Umwidmung einen neuen Standort suchen müssten.
Hohe Flexibilität
Der Flugplatz Offenburg hat sich in der Vergangenheit als der Ort mit der höchsten Flexibilität und Effizienz bei der Bekämpfung von schweren Hagelereignissen in der Region erwiesen, berichtet der Dienstleister Frank Kasparek. Der Zugriff auf die Einsatzflugzeuge erfolge zu jeder Zeit problemlos. „Wir sind nicht abhängig von Öffnungszeiten oder anderer Flugtätigkeit,“ so Kasparek. „Wir haben mit Offenburg gute Erfahrungen gemacht, geprägt von einem guten Miteinander und unbürokratischer Vorgehensweise“, lobt auch der Vorsitzende der Hagelabwehr Ortenau, Franz Benz.
Zuvor seien die Flugzeuge am Baden Airport stationiert. Das habe sich in einem Fall als fatal erwiesen. Bei einem schweren Hagelereignis im Raum Offenburg wären die Flieger zu spät eingetroffen und es sei zu erheblichen Schäden gekommen. Denn am Baden Airpark müsse die Hagelabwehr immer warten, wenn ein Verkehrsflugzeug starten oder landen will. Zudem sei man im Norden weiter weg vom Einsatzgebiet.
Lahr keine Option
Ein Ausweichen auf den Flugplatz Lahr sei keine Option. „Lahr ist ein Flughafen mit Regeln und Tower.“ Zudem seien die Öffnungszeiten stark eingeschränkt - am Wochenende beispielsweise nur bis 18 Uhr. „Da müssten wir uns ganz anders unterordnen als am Flughafen Offenburg,“ sagt der Pilot. Und der Flugplatz seiweiter im Süden.
Werde der Sonderlandeplatz Offenburg in eine Gewerbefläche umgewandelt, müssten die Hagelflieger nach einem neuen Standort suchen. Zunächst will der Verein bei der zentralen Informationsveranstaltung am Freitag, 27. Februar, 18.45 Uhr in der Oberrheinhalle präsent sein. Beim Infomarkt ab 18 Uhr werde der Verein vor Ort sein, um zu informieren und Bürgerfragen zu beantworten.





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