Oberrheinischer Kunstpreis Offenburg 2027
Jury wählt Camille Fischer aus

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Offenburg (st) Zum sechsten Mal verleihen die Stadt Offenburg und der Förderkreis Kunst + Kultur e. V. 2027 den Oberrheinischen Kunstpreis Offenburg. Die Jury hat ihn am Donnerstag, 2. Juli 2026, der französischen Künstlerin Camille Fischer zugesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, eine Katalog-Publikation sowie eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Offenburg ab Mai 2027.
Mit Camille Fischer werde eine Künstlerin ausgezeichnet, die das kunsthandwerkliche Erbe, unter anderem die Textilproduktion in der Region aufgreife und in eine zeitgenössische Bildsprache überführe. In den Mittelpunkt ihres Schaffens, das Zeichnung, Stickerei, Installation sowie Performance umfasse, habe die Künstlerin eine bestimmte Vorstellung von einer poetischen Welt erstell, die gerade im Zerfall begriffen sei. Ihre Werke würden vom schwindenden Glanz und Elan erzählen, wie von einem prächtigen Fest, das kurz vor dem Ende stehe. Als Liebhaberin von Kontrasten setze sie in ihren Installationen die durch ihre Erfahrung in der Haute Couture erworbene sichere Handschrift ein und konfrontiere diese mit dem Alltäglichen: So würden ihre Stickereien kostbare Materialien mit wiederverwerteten und zum Wegwerfen bestimmte Elementen vereinen.

Schaffensmittelpunkt Straßburg

Camille Fischer wurde 1984 im elsässischen Schiltigheim geboren. Bis heute ist ihr Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Straßburg. Sie studierte Modedesign an der Königlichen Akademie in Antwerpen, Belgien, sowie Kunst an der Haute École des Arts du Rhin in Straßburg. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz gezeigt. 
Die Preisträgerin wurde von einer fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Marco Steffens, Oberbürgermeister von Offenburg ausgewählt. Neben den Stimmen des Förderkreis Kunst + Kultur und der Stadt Offenburg entscheiden drei Fachjuroren über die Vergabe des Preises: Dieses sind Dr. Ines Goldbach, Direktorin Kunsthaus Baselland, Stefanie Patruno, Direktorin Kunstmuseum Karlsruhe, und Estelle Pitrzyk, Direktorin Musée d'Art moderne et contemporain Straßburg stellvertretend für die drei Länder Frankreich, Deutschland und Schweiz.

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