Innenstadt mit Licht in Szene setzen
Offenburg stellt Masterplan vor

Auf dem Offenburger Lindenplatz ist das neue Lichtkonzept für die Innenstadt bereits umgesetzt.
  • Auf dem Offenburger Lindenplatz ist das neue Lichtkonzept für die Innenstadt bereits umgesetzt.
  • Foto: gro
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (gro). Die Offenburger Altstadt, aber auch die Stadtmauer sollen sukzessive ins rechte Licht gerückt werden. Das sieht der Lichtmasterplan vor, der am Montagabend im Planungsausschuss der Stadt vorgestellt wurde. Dabei geht es nicht nur darum, die Straßen hell auszuleuchten, vielmehr sollen mit der Illuminierung von Bäumen und ausgewählter Gebäuden auch Atmosphäre erzeugt werden.

Der Lichtmasterplan ist Teil des Innenstadtprogramms "GO OG". In einem ersten Schritt wird er in der Innenstadt und an der historischen Stadtmauer umgesetzt. In einem zweiten Schritt soll das Konzept bis zum Bahnhof ausgedehnt werden.

Die städtische Beleuchtung der Innenstadt ist in die Jahre gekommen. Die an alte Gasleuchten erinnerenden Lampen wurden in den 1980er-Jahren installiert. "Es gibt keine zugelassenen Leuchtmittel mehr", erklärt Daniel Ebneth, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Baurecht. "Durch den klassischen Leuchtenschirm werfen sie viel Licht auf die Wände der Gebäude und wenig auf die Straße. Außerdem gibt es relativ viele Leuchten, da sie aufgrund der geringen Lichtausbeute einen geringen Abstand haben mussten." Das soll sich ändern: Die neue LED-Technik bietet neue Möglichkeiten, nicht nur die Funktionalbeleuchtung der Innenstadt zu optimieren, sondern auch Bäume auf Plätzen sowie Hausfassaden atmosphärisch zu beleuchten. Damit soll die Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessert werden.

Das Konzept folgt dem, was bereits auf dem Lindenplatz und in der Lange Straßen umgesetzt wird. Hohe Lichtstelen machen den Platz hell. Das warmweiße Licht der LED-Lampen lässt die Farben auch in der Dunkelheit natürlich erscheinen – im Gegensatz zu der derzeitigen leicht-orangenen Beleuchtung. In engen Gasse besteht die Möglichkeit, den öffentlichen Raum dank Spannungsleuchten frei zu halten. Dies erfordert allerdings Verträge mit den Eigentümern der Immobilien und Fassaden, die die Zugkraft der Seile aushalten. Eigentümer können diesen Vertrag jederzeit kündigen. Da die Lichtausbeute bei den LED-Lampen höher ist, werden deutlich weniger benötigt, die dazu noch weniger Energie verbrauchen.

Im Lichtmasterplan sind zwischen 30 und 40 Gebäude in dem Gebiet verzeichnet, die angestrahlt werden sollen. Auch der Grüngürtel entlang der Stadtmauer sowie die Stadtmauer selbst sollen aufgenommen werden, allerdings erst nach einem Wettbewerb.

"Die Schaufensterbeleuchtung sollte auch nach dem Geschäftsschluss noch in Betrieb sein", so Daniel Ebneth. Man befindet sich in Gesprächen mit den City Partnern und den Einzelhändlern.
Nicht jedes Gebäude, das ausgewiesen ist, solle auch angestrahlt werden, so die Meinung im Planungsausschuss, der das Konzept grundsätzlich positiv sieht. Angesichts der technischen und rechtlichen Schwierigkeiten solel der Einsatz von Spannungsleuchten noch einmal überdacht werden. Wichtig sei die Aufnahme der Stadtmauer, da diese sehr dunkel und ein Angstraum sei.

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