Rückbau der Kleingärten beginnt
Räderbachinsel wird umgestaltet
- Ab Montag startet der Rückbau der Kleingärten auf der Räderbachinsel. Die bisherigen Pächter sind bereits in die neue Gartenanlage Grien umgezogen.
- Foto: Stadt Offenburg/Siefke
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg Die Gartenanlage auf der Räderbachinsel wird für die Landesgartenschau 2032 rückgebaut. Die Pachtverträge für die 27 Parzellen wurden zum 31. Dezember 2025 gekündigt, so die Stadt Offenburg in einer Pressemitteilung. Die Pächter sind bereits in die neue Gartenanlage Grien entlang der verlängerten Wilhelmstraße umgezogen.
Artenschutz
Der Rückbau erfolgt wegen der Anforderungen des Artenschutzes in zwei Bauabschnitten. Am Montag, 12. Januar, wird oberirdisch vom vorhandenen Mittelweg aus begonnen, die Kleingärten zu beseitigen, allerdings ohne mit Maschinen auf die Parzellen zu fahren. Schwere Geräte werden ausschließlich auf dem Mittelweg eingesetzt. Ziel dieses behutsamen Vorgehens ist es, die heimische Mauereidechse zu schützen, die in den lockeren Bodenstrukturen der Kleingärten überwintert. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich vier Wochen. Bis Ende Februar werden an den Gehölzen auf der Mühlbach- und Räderbachinsel Pflegearbeiten durch die Technischen Betriebe (TBO) durchgeführt, um unter anderem die wertvollen Bäume und Sträucher zu erhalten.
Der zweite Bauabschnitt mit größeren unterirdischen Eingriffen wie dem Entfernen von Fundamenten und Bodenplatten ist für April oder Mai vorgesehen, erklärt die Stadt Offenburg. Danach wird auf dem südlichen Teil der Räderbachinsel ein Habitat für Eidechsen hergestellt, in das die Tiere umziehen können. Damit ist der Artenschutz an dieser Stelle erfüllt – und die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Daueranlage der Landesgartenschau 2032 können danach beginnen. Vorgesehen ist, die Räderbachinsel erstmals vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und schrittweise zur sogenannten „Insel der Gärten“ zu entwickeln. Ab 2027 beginnt der Bau der dauerhaften Parkanlagen. Es werden beispielsweise Zugangsmöglichkeiten zu den Gewässern geschaffen, ein Steg über den Mühlkanal errichtet sowie Abschnitte der denkmalgeschützten Kanalmauern saniert. ST



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