Bundesweiter Aktionstag
Spielerische Einblicke in Kinderklinik
- Blick hinter die Kulissen: Eine Operationstechnische Assistentin erläutert die Arbeit im OP-Bereich.
- Foto: Ortenau Klinikum
- hochgeladen von Justin Oßwald
Offenburg (st) Wie fühlt es sich eigentlich in einem Brutkasten für Babys an? Was passiert bei einer ärztlichen Untersuchung? Und wie sieht es hinter den Türen eines Operationssaals oder einer Notaufnahme aus? Unter dem diesjährigen Motto „Kleine Wunder“ öffnete das Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl am vergangenen Samstag, 3. Oktober, seine Türen für rund 80 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und bot Gelegenheit zu einem besonderen Blick hinter die Kulissen. Der bundesweite Aktionstag wird vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) initiiert und findet jährlich am 3. Oktober statt. Unternehmen, Institutionen, Vereine und viele weitere Einrichtungen geben dabei Kindern und Familien Einblicke in ihre Arbeitswelt.
Die jungen Besucher machten sich begleitet von engagiertem Klinikpersonal in mehreren, nach Alter aufgeteilten Gruppen auf den Weg in die verschiedenen Klinikabteilungen. Insgesamt wurden zwei Durchgänge angeboten, die jeweils voll ausgebucht waren, heißt in einer Pressemitteilung des Ortenau Klinikum.
Kleine Besucher, große Einblicke
Für die jüngeren Teilnehmer im Alter von sechs und sieben Jahren stand die „Sprechstunde für Puppen- und Teddyeltern“ in der Kinderklinik des Ortenau Klinikums auf dem Programm. Ausgestattet mit ihren eigenen Kuscheltieren und Puppen konnten die Kinder spielerisch erleben, wie eine Untersuchung in der Kinderklinik abläuft. Teddy oder Puppe wurden mit dem Stethoskop abgehört, untersucht und bei Bedarf mit einem Verband versorgt. Außerdem konnten die Kinder ein Wickeldiplom erwerben, einen Brutkasten kennenlernen und ausprobieren, wie ein Baby im Tragetuch oder Bonding-Top getragen wird.
„Für Kinder ist ein Krankenhaus zunächst einmal ein ungewohnter und vielleicht auch etwas beängstigender Ort. Wenn sie ihre eigene Puppe oder ihren Teddy untersuchen und versorgen dürfen, können sie viele Dinge auf spielerische Weise kennenlernen“, sagt Kathrin Litterst, Pädiatrische Intensivpflegekraft an der Kinderklinik des Ortenau Klinikums. „Dabei erleben sie, dass hinter medizinischen Geräten und Untersuchungen Menschen stehen, die sich um andere kümmern. Genau diese Neugier und das Vertrauen möchten wir fördern.“
Die acht- bis zehnjährigen Kinder durften dagegen einen Blick hinter die Kulissen des Operationsbereichs und der Notaufnahme werfen. Bei Führungen lernten sie ausgewählte Bereiche kennen, erfuhren, warum im OP besondere Kleidung und Hygienevorschriften wichtig sind, und konnten medizinische Geräte aus nächster Nähe betrachten. Auch die Arbeit in der Notaufnahme wurde ihnen altersgerecht erklärt. „Die Kinder hatten zahlreiche Fragen, schauten genau hin und waren sehr interessiert“, berichtet Ulrike Grim, Stationsleitung Zentrale Notaufnahme. Anschließend beantworteten Mitarbeitende die Fragen der jungen Besucherinnen und Besucher.
Claudia Bauer-Rabe, Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums, zieht eine positive Bilanz: „Das war ein sehr gelungener Aktionstag für den ich unseren Mitarbeitenden in Planung und Umsetzung sehr dankbar bin. Diese haben begeisterte und sehr interessierte Kinder erlebt. Auch von den Eltern kamen nur positive Reaktionen.“ Mit der Veranstaltung habe das Ortenau Klinikum allen Beteiligten zeigen können, wie vielfältig die Arbeit in einem Krankenhaus ist. Vielleicht habe das eine oder andere Kind dabei auch ein kleines Wunder entdeckt: dass ein Krankenhaus nicht nur ein Ort für Kranke ist, sondern auch ein Ort, an dem Menschen helfen, lernen, forschen und gemeinsam dafür sorgen, dass andere wieder gesund werden. „Das Interesse war so groß, dass wir überlegen, auch im kommenden Jahr erneut unsere Türen für die Maus zu öffnen“, so die Vorstandsvorsitzende.










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