Landtagswahl
Spitzenkandidaten von SPD, FDP und Grüne in Offenburg
- Kai Schröder-Klings, Wahlkreis Lahr (v. l.), Raphael Kupferer, Wahlkreis Kehl, Julia Letsche, Spitzenkandidat Andreas Stoch und Moderator Niklas Ehremtreich
- Foto: gro
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Offenburg (gro/ag) Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Und auch im Ortenaukreis bekommen die Kandidaten tatkräftige Wahlkampfunterstützung. Nachdem Manuel Hagel im Oberkircher Stadtteil Stadelhofen bereits für die CDU um Stimmen warb (wir berichteten), waren nun in einer Woche gleich drei Spitzenkandidaten in Offenburg.
SPD im Schillersaal
Den Auftakt machte SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch, der sich am vergangenen Dienstag im Schillersaal gemeinsam mit den SPD-Kandidaten aus den Wahlkreisen Lahr, Offenburg und Kehl den Fragen der Wähler stellte. Rund 80 Interessierte aus der gesamten Ortenau hatten ihren Weg nach Offenburg gefunden. Stoch forderte, die Demokratie zu verteidigen und vor den Problemen nicht die Augen zu verschließen: "Wir müssen Politik so machen, dass die Menschen das Gefühl haben, dass es um ihr Leben geht." Kernpunkte sind gleiche Bildungschancen für alle, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und eine Wirtschaftspolitik unter Wahrung der Arbeitnehmerrechte.
FDP: "Zurück auf Vorwärts"
"Unsere Probleme sind hausgemacht, sie lassen sich lösen", so ebenfalls am Dienstagabend Dr. Hans-Ulrich Rülke im Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt. Wie, das erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende dann in seinem Impulsvortrag. Wichtige Stichworte waren Entbürokratisierung und Digitalisierung. Weiter fordert er: "Wir brauchen mehr Freihandelsabkommen." In Sachen Mobilität forderte er Selbstbestimmung und Technologieoffenheit. "Nur weil ein Auto keinen Auspuff hat, ist es nicht zwingend klimafreundlich", gab Rülke in Bezug auf die Art der Stromerzeugung zu bedenken. Ein klares Bekenntnis gab es zur Werkrealschule und zu einem mehrgliedrigen Schulsystem.
500 Besucher bei den Grünen
Mit stehenden Ovationen feierten die Besucher den Spitzenkandidaten der Grünen, Cem Özdemir, in Offenburg am Freitagabend. Rund 500 Menschen durften in den Schillersaal, für mehr war kein Platz. Özdemir zitierte in der Freiheitsstadt aus Schillers "Don Carlos", thematisierte einen Rechtsruck und hob hervor: "Wir halten Baden-Württemberg in der Mitte." Weiter sprach er sich für ein starkes, einiges Europa aus und betonte: "Wir müssen die eigene Resilienz stärken und darauf achten, nicht mehr abhängig zu sein." China möchte er den Fehdehandschuh zuwerfen: "Wir haben zwar das Auto erfunden, aber nicht gemerkt, dass sich etwas verändert hat." Allein wäre es schwer, das Ruder noch herumzureißen, aber gemeinsam könne es Europa schaffen. Thema war unter anderem Baden-Württemberg als Vorreiter im Bürokratieabbau. Außerdem warb Özdemir dafür, das Rad nicht nach jeder Wahl neu erfinden zu wollen. Wichtig sei Verlässlichkeit.





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