Containerdorf am Sägeteich schließt
Weitere Nutzung des Geländes noch offen

Das Containerdorf am Sägeteich wird Ende September geschlossen.
  • Das Containerdorf am Sägeteich wird Ende September geschlossen.
  • Foto: Stadt Offenburg
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Offenburg (st). Nach dreieinhalb Jahren Betrieb schließt das Containerdorf am Sägeteich Ende September 2019 seine Pforten. Damit entfallen 307 Plätze für Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften in Offenburg. Die Stadt ist sehr froh und dem Ortenaukreis dankbar, dass das Containerdorf wie zugesagt innerhalb des vereinbarten Zeitraums wieder abgebaut wird.
Wie das ehemalige Gelände des Tennisclubs kurzfristig weitergenutzt wird, steht noch nicht abschließend fest. Mittel- und langfristig könnte es Teil der Landesgartenschauflächen in 2032 oder 2034 werden.

Die Stadt bedankt sich bei den Bewohnern sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern des Stadtteils Stegermatt. Gemeinsam mit dem Stadtteil- und Familienzentrum Stegermatt wurden innerhalb kürzester Zeit beispielhafte Hilfesysteme ins Leben gerufen wie zum Beispiel eine Kleiderkammer, in der sich die geflüchteten Menschen mit der notwendigen Kleidung versorgen konnten. Mit Spielenachmittagen, dem internationalen Café St. Martin oder Sprachkursen wurden weitere Hilfsangebote und Begegnungsstätten geschaffen.

Spätestens nach 24 Monaten verlassen geflüchtete Menschen die Gemeinschaftsunterkünfte. Viele Geflüchtete werden auf dem freien Wohnungsmarkt selbst fündig. Knapp 80 Prozent der derzeit in Offenburg unterzubringenden 485 Menschen wurde seit 2015 mit großer Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingsinitiativen in privatem Wohnraum untergebracht. Die verbleibenden rund 20 Prozent wurden von der Stadt Offenburg mit Wohnraum versorgt. Dabei gelten die gleichen Maßstäbe wie für alle Menschen in Not bzw. Obdachlosigkeit.

Eine dezentrale Unterbringung über das ganze Stadtgebiet verteilt ist dabei erklärtes Ziel der Stadt. Auch die 2020 voraussichtlich in Offenburg noch unterzubringenden rund 130 Asylbewerber  werden größtenteils dezentral versorgt. Für zirka 50 bis 60 Personen wird voraussichtlich ab Frühjahr 2020 das bisher schon vom Ortenaukreis als Gemeinschaftsunterkunft belegte ehemalige Hotel Waldhorn in der Franz-Volk-Straße für eine Übergangszeit genutzt.

Neben den ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen, Kirchen und Verbänden, werden in Offenburg die Menschen in Anschlussunterbringung durch 2,5 städtische Integrationsmanager unterstützt, die mindestens noch bis zum Jahr 2021 vom Land finanziert werden.

Darüber hinaus beschäftigt die Stadt Offenburg ab Oktober dieses Jahres eine weitere Sozialarbeiterin, die sich um die Begleitung und Unterstützung aller kommunal untergebrachten Personen in Offenburg kümmern wird.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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