Marco Reinbold hat "sevDesk" gegründet
Gutes Gespür beim Programmieren

Gemeinsam mit seinem Freund Fabian Silberer hat Marco Reinbold das Offenburger Start-up "sevDesk" gegründet.
  • Gemeinsam mit seinem Freund Fabian Silberer hat Marco Reinbold das Offenburger Start-up "sevDesk" gegründet.
  • Foto: Michael Bode
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg. Wer einen introvertierten Computernerd erwartet, der ist enttäuscht. Marco Reinbold, Mitinhaber und Gründer von "sevDesk", ist zwar für den technischen Bereich bei dem Offenburger Überflieger-Startup zuständig, erfüllt aber kein Klischee. "Es war von Anfang an klar, Marketing bin ich nicht, also hat Fabian den Part übernommen", sagt der gebürtige Durbacher. Er fühlt sich bei den Tech-Themen zu Hause. "Es hatte sich so ergeben, aus der heutigen Sicht haben wir, was die Schwerpunkte angeht, alles richtig gemacht."

Mit 30 Jahren ist Marco Reinbold der zweite Teil des Erfolgs-teams von "sevDesk". "Ich bin in einer echten Patchworkfamilie in Niederschopfheim aufgewachsen, mein Abitur habe ich am Oken-Gymnasium in Offenburg gemacht", erzählt er. Typisch für seine Generation: Die erste Berührung mit der Welt des Computers war im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch. "Mit vier oder fünf Jahren habe ich zum ersten Mal einen Gameboy in den Händen gehabt", erinnert sich Marco Reinbold. Und nicht nur er war fasziniert davon, auch seine Geschwister. "Damit war der Grundstein für meine Liebe für Videospiele gelegt", verrät er. "Da bin ich auch heute noch mit dabei – wenn ich die Zeit finde", schränkt er ein.

Der PC war aber nicht nur Spielzeug für den Heranwachsenden. "Mein Vater war selbstständiger Monteur und hat schnell herausbekommen, dass ich schneller am Rechner war als er", erzählt Marco Reinbold. Also übernahm er die System-pflege am Computer seines Vaters: "Ich war für die Updates zuständig." Gleichzeitig wurde ihm klar, wie wichtig eine einfache Buchhaltungssoftware für einen Selbstständigen ist.

Als Einstieg Websites programmiert

2000 stieg Reinbold ins Erstellen von Websites ein. "Freunde kamen auf mich zu, weil sie eine Seite wollten, auf der sie selbst Beiträge einstellen konnten", berichtet Marco Reinbold von den Anfängen. Wie sein Geschäftspartner Fabian Silberer entschied er sich für ein Duales Studium an der Hochschule Baden-Württemberg in Wirtschaftsinformatik. Auch er kann sich noch gut an das erste Aufeinandertreffen erinnern. "Fabian war im Verhältnis zu uns Informatikern sehr extrovertiert. Ich saß da und dachte, was ist das für einer?", fasst Marco Reinbold seinen ersten Eindruck zusammen. "Ich habe aber schnell gemerkt, dass wir sehr gut zusammenpassen und Spaß miteinander haben."

Kein Wunder, dass sie während des Studiums die ersten gemeinsamen Projekte angingen und zwei Jahre zusammenarbeiteten. "Es war relativ schnell klar, dass wir am Ende nicht in Unternehmen angestellt sein, sondern etwas Eigenes machen wollten", bringt Marco Reinbold die Gemeinsamkeit auf den Punkt. Also suchten beide ein Projekt, dass sie auf den Markt bringen wollten. "Die Sache mit der Buchhaltungssoftware wurde aus der Historie geboren. Wir hatten einen Kunden, der viel unterwegs war. Für solche User gab es damals keine gute Lösung auf dem Markt. So kam es zu 'sevDesk' und den Produkten, die wir entwickeln", schildert Reinbold die Idee. Nach einer kurzen Marktrecherche sei beiden klar geworden, dass es nichts Vergleichbares gebe: "Alle, die auf dem Markt waren, waren oldschool, keiner nutzte die Vorteile einer Cloud."
Das war vor acht Jahren. "Am 1. Oktober haben wir die Firma gegründet", stellt Reinbold fest. Acht Jahre, in denen viel passiert ist. "Wir bieten eine einfache Lösung für die breite Masse", erklärt er. "Zu unserer Zielgruppe gehören Selbstständige und Kleinunternehmer, welche viele Standardfälle in der Buchhaltung haben und dafür eine einfache und günstige Lösung suchen." Damit haben die beiden eine Lücke gefüllt, das Wachstum ist rasant.

Die Bodenhaftung hat Marco Reinbold bei allem Erfolg nicht verloren: "Ich habe eine große Familie. Wenn ich meine Großeltern besuche, dann bin ich nicht der Chef, sondern sie schicken mich erst mal an ihren Rechner, damit ich mich um die Updates kümmere", amüsiert er sich. Er lebt in Ortenberg: "Das ist praktisch, da kann ich auch zu Fuß zur Arbeit gehen." Wer ihn nur auf die Informatik reduzieren möchte, liegt falsch: "Ich habe Benzin im Blut und fahre gerne Motorrad", verrät er ein wenig Privates, denn damit ist er gerade im Internet sehr zurückhaltend. Christina Großheim

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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