Fondation Beyeler in Basel
Paul Klee und die abstrakte Dimension

Paul Klee, "Fuge in Rot", Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
  • Paul Klee, "Fuge in Rot", Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Die Fondation Beyeler präsentiert eine umfangreiche Ausstellung des Künstlers Paul Klee, einem der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Zum ersten Mal überhaupt wird im Rahmen dieser Ausstellung Klees Verhältnis zur Abstraktion, jener Errungenschaft der modernen Malerei, beleuchtet.

Ausstellung in Basel

Wie viele seiner europäischen Künstlerkollegen stellte sich auch Paul Klee dieser Herausforderung. In seinem Oeuvre lassen sich vom Früh- bis Spätwerk Beispiele für die Abkehr vom Gegenständlichen hin zur Gestaltung abstrakter Bildwelten beobachten. Natur, Architektur, Musik und Schriftzeichen sind die zentralen, wiederkehrenden Themen. Anhand von 110 Werken aus zwölf Ländern rückt die Ausstellung diesen bislang unbeachtet gebliebenen Aspekt von Klees Schaffen in den Fokus.

Beginnend im Jahr 1912 zeigt die retrospektiv gestaltete Ausstellung verschiedene Werkgruppen in chronologischer Reihenfolge, anhand derer sich die entscheidenden Etappen von Klees Entwicklung nachverfolgen lassen: Die sich über sieben Säle erstreckende Schau beginnt mit Klees Anfängen als Maler in den 1910er-Jahren in München und der berühmten Tunis-Reise von 1914, thematisiert folgend die Zeit des Ersten Weltkrieges und des Bauhaus-Jahrzehnts von 1921 bis 1931 mit den bekannten Schachbrettbildern, Schichtaquarellen und Werken, die auf die Auseinandersetzung mit der Geometrischen Abstraktion in den 1930er-Jahren verweisen. Die Gemälde, die im Anschluss an Klees Reisen nach Italien und Ägypten in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren entstanden, führen schließlich zu den Zeichenbildern im Spätwerk des Malers sowie seinen Bildentwürfen für die Nachkriegskunst. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören die Werkgruppen der Schachbrettbilder, insbesondere "Blühender Baum", 1925, aus dem Nationalmuseum für moderne Kunst, Tokio, und "Blühendes", 1934, aus dem Kunstmuseum Winterthur sowie die Schichtaquarelle. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist das so genannte "Lagenbild Feuer Abends", 1929, aus dem Museum of Modern Art, New York.

Info: Die Ausstellung "Paul Klee – Die abstrakte Dimension" ist noch bis zum 21. Januar in der Fondation Beyeler in Basel zu sehen. Öffnungszeiten sind täglich von Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr. Erwachsene zahlen 25 Euro Eintritt. Weitere Informationen gibt es unter www.fondationbeyeler.ch.

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