VC Offenburg sagt die nächsten beiden Spieltage ab
Vorstand stellt Trainings- und Spielbetrieb komplett ein

Offenburg (st/gro). Angesichts der aktuellen Ereignisse, verursacht durch die Ausbreitung des Corona-Virus, hat der Vorstand des VC Offenburg nach intensiver Diskussion beschlossen, voraussichtlich bis zum 29. März, den Trainings- und Spielbetrieb aller Trainingsgruppen und Wettkampfmannschaften - auch Jugend - komplett einzustellen.

Als Begründung teilt der Verein mit: "Als Ausbildungsverein trainieren und spielen bei uns viele Kinder und Jugendliche aus dem näheren Umland. In den lvergangenen Tagen wurden mehrere Schulen, in die unsere Jugendlichen als Schüler gehen, wegen Corona-Fälle geschlossen und die Lehrkräfte und Schüler in die häusliche Quarantäne „gesteckt“. Zudem haben und hatten viele von ihnen Kontakt zu Lehrernund Mitschülern aus dem nahe liegenden Elsass, welches mittlerweile als Risikogebiet eingestuft ist. Diese Schließungen und Risikoeinstufungen sind aber erst kürzlich erfolgt, sodass es sein kann, dass die Schüler, die die vergangene Woche im Training waren, den Virus ungewollt verbreitet haben, sofern sie ihn sich eingefangen haben. Aufgrund der anstehenden Jugend-Meisterschaften (U16 bis U20) haben diese Jugendlichen intensiv mit Damen 1 und Damen 2 mittrainiert beziehungsweise sind zum Teil Teammitglieder. Wir wollen präventiv mit unserer Vereins-Quarantäne eine eventuelle mögliche weitere Verbreitung durch VCO-Mitglieder vermeiden und sind bereit daraus resultierende Konsequenzen - also Strafen - zu akzeptieren. Ein Augen zu und durch und wird schon gutgehen, halten wir nicht für angebracht."

Man habe sich den Entschluss nicht leichtgemacht, denn selbst wenn es so scheine, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Erkrankung besser vertragen, sei festzuhalten, dass sie als Virenträger für ältere Menschen eine Gefahr darstellen. Auch für die sehe man sich in der Verantwortung.

Präsident Fritz Scheuer geht persönlich davon aus, "dass sich die Lage in den nächsten Tagen oder Wochen zuspitzen wird. Ich mache dem DVV und den Landesverbänden keinen Vorwurf, dass es bislang noch keinen Stopp gibt, wie  etwa in der DEL oder in der nahen Schweiz. Ich denke aber, dass es nun an der Zeit ist, intensiv darüber nachzudenken. Eine Saison mittels „Geisterspiele“ zu Ende zu bringen und damit „nur“ die beteiligten Akteure zu gefährden, finde ich nicht richtig. Entsprechend werden wir das auch nicht so handhaben".

Ob und wie die Saison mittels Nachholspieltagen zu Ende gespielt werden könne, wisse er nicht, er könne es sich angesichts der Zuspitzung-Dynamik der vergangenen Tage aber auch nicht vorstellen. "Ich habe als Staffelleiter der hiesigen Landesliga West Damen den Mannschaften vorgeschlagen bzw. empfohlen, dem VCO-Beispiel zu folgen. Die Rückmeldungen und Reaktionen der Teams haben mich erfahren lassen, dass in den verschiedensten Regionen ebenfalls Schul- und sogar Betriebsschließungen angeordnet wurden, was man in der Press oder in anderen Medien gar nicht erfährt. Sicher nicht, um etwas zu verschweigen, es ist einfach die hohe Zahl der Fälle, die in der Summe kaum kommuniziert werden kann", so Scheuer.

Teresa Saunders (Mittelblockerin): "Es ist sehr schade, dass wir unsere Spiele vorerst absagen und die Saison eventuell ein doch sehr abruptes Ende findet. Dennoch ist es wichtig, dass der Verein solche Vorkehrungen zum Schutz aller trifft. Ich würde mich freuen, wenn die Spiele nachgeholt werden und alles ein gutes Ende nimmt."

Isabella Herp (Mittelblockerin): "Auf der einen Seite schade dass die Saison vorzeitig beendet werden muss. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass wir als Verein alle an einem Strang ziehen wenn solche Entscheidungen zum Schutz der Gesundheit der Vereinsmitglieder und deren Familien getroffen werden."

Richarda Zorn (Trainerin): "Als Sportlerin ist das natürlich nicht das, was man sich wünscht. Ich hoffe, dass die Spiele unter Wettkampfbedingungen - und das sind für mich keine Geisterspiele - nachgeholt werden und noch mehr hoffe ich, dass uns niemand Wettbewerbsverzerrung nachsagt, da wir nun mal noch gegen zwei Teams spielen würden, die im Abstiegskampf stecken. Deswegen wünsche ich mir, dass einige Teams nachziehen oder gar der Spielbetrieb eingestellt wird, sodass die Saison zu gegebener Zeit fair zu Ende gebracht werden kann."

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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