29,11 Prozent
Hochschulperle des Jahres geht an „Industry on Campus“
- Das IOC-Team um Prof. Dr. Alfred Isele (Dritter von links) freut sich über die Hochschulperle 2025 und dankt allen, die für IOC abgestimmt haben, für die Unterstützung.
- Foto: IOC
- hochgeladen von Matthias Kerber
Offenburg (st) Beim Publikums-Voting für den Preis des Stifterverbands erhält Transferprojekt der Hochschule Offenburg 29,11 Prozent der 2.508 abgegebenen Stimmen.
Damit setzte sich „Industry on Campus“ (IOC) in dem 24-stündigen bundesweiten SMS-Voting gegen die elf anderen Hochschulperlen des Monats zum Thema "Kollaborativ forschen – Innovation mit Unternehmen gestalten" durch, die der Stifterverband im vergangenen Jahr ausgezeichnet hatte. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Auf den zweiten Platz kam das Praxismodul "Intensive Case Study" der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (23,88 Prozent). Der dritte Platz ging an die Kooperationsplattform "Duale Forschung und Entwicklung" der Ostfalia Hochschule (10,65 Prozent).
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und die damit verbundene bundesweite Anerkennung für uns Projekt ‚Industry on Campus‘. Die Kontinuität der Aktionen von Hochschule, Firmen und Gymnasien zeigt jetzt an vielen Stellen Wirkung“, freute sich IOC-Initiator Prof. Dr. Alfred Isele über die nach der Hochschulperle April 2025 des Stifterverbands, dem Transferpreis des Verbundprojekts move.more der Hochschulen Karlsruhe und Offenburg sowie dem 1. Platz beim Wissenschaftsforum Offenburg vierte Auszeichnung für sein aktuell bis 2027 laufendes Projekt. „Es ist wichtig, da weiter dranzubleiben“, fügte Alfred Isele noch hinzu. Und so plant er mit seinem Team auch schon über 2027 hinaus für die Zukunft des auf zwei Säulen beruhenden Projekts.
Die erste Säule, der Technologietransfer, zielt darauf ab, regionale Unternehmen dabei zu unterstützen, Technologien zur Produktion von Großserien auf den Mittelstand zu übertragen. In einem Verbundprojekt mit Schaeffler, Witzig & Frank, Siemens und Beo sollen im Rahmen einer Prozessoptimierung beispielsweise hochkomplexe Maschinen mit zwölf Bearbeitungsstationen und 50 Spindeln mittels KI effizienter gemacht werde. In anderen Projekten geht es um die Umsetzung von Ergebnissen aus der anwendungsorientierten Forschung zur Senkung des Energie- und Materialverbrauchs. Zweimal im Jahr auf dem Programm stehende Treffen fördern zudem die Vernetzung der aktuell gut 20 beteiligten Firmen untereinander.
Die zweite Säule, die Fachkräftesicherung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), fokussiert ganz darauf, junge Menschen für Technik zu begeistern, indem sie diese als treibende Kraft für Nachhaltigkeit und Wohlstandsicherung begreifen. Dazu bietet IOC Grundlagenveranstaltungen zu Seminarkursen für zwölfte Klassen an der Hochschule Offenburg an. In diesen haben sich die Schüler jeweils von sechs bis acht Schulen bereits mit den Themen Windkraft, Wasserkraft, Energie und Wasser beschäftigt. Als nächstes könnte es um die Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft gehen. Außerdem stehen Schulbesuche der Projektbeteiligten sowie Exkursionen mit den jungen Menschen zu Partnerunternehmen an.
Enge Zusammenarbeit
„Die Auszeichnung für „Industry on Campus“ zeigt, dass die enge Zusammenarbeit von Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit Wirtschaft und Gesellschaft ein echter Innovationsbeschleuniger ist. Wir bringen wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Anwendung und sichern so die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Gleichzeitig ist die Auszeichnung ein Beweis für die Stärke der Hochschule Offenburg genau auf diesem Gebiet“, freute sich auch Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch über den Erfolg.




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