65 Jahre Tesa in Offenburg
Richtfest für neue Produktionshalle
- Richtfest bei Tesa in Offenburg: Gesine Schönberger, Human Ressources (v. l.), Projektleiter Dirk Holland und Christian Schmälzle, Werkleiter Holger Rauth, Vorstandsvorsitzender Dr. Kourosh Bahrami, Projektleiter Philipp Vetter, Zimmermann Niclas Park und Wirtschaftsförderer Marco Butz
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Offenburg (gro) "Dies ist kein runder Geburtstag, es ist ein echter Meilenstein", so Holger Rauth, Werkleiter von Tesa in Offenburg. Am Donnerstag, 7. Mai, gab es gleich zwei Anlässe für eine kleine Feierstunde. Zum einen die Tatsache, dass Tesa seit 65 Jahren mit einem Werk in Offenburg vertreten ist. Zum anderen wurde bei der Werkserweiterung Richtfest für die neue Produktionshalle gefeiert.
Am 1. Juli 1961 war die Betriebsaufnahme am Standort Offenburg - damals noch unter dem Namen Chemische Werke Offenburg. 17 Mitarbeiter produzierten an einer Beschichtungsanlage 17.600 Quadratmeter Tesakrepp im Jahr. Bereits ein Jahr später wurde die Produktpalette um das allseits bekannte Tesafilm erweitert. "Das wurde das Aushängeschild von Offenburg", so Werkleiter Holger Rauth. Heute werden in Offenburg 2.000 Produkte und über 200 Millionen Quadratmeter Klebeband dort produziert. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf rund 550 angewachsen. "Offenburg ist einer der volumenstärksten Standorte", so Rauth. Die Haltung und das starke Miteinander der Belegschaft mache das Werk besonders.
Bekenntnis zum Standort
Die Erweiterung des Werkes sei ein klares Bekenntnis zum Standort Offenburg. "Wir bauen neue technische Fähigkeiten und zusätzliche Kapazitäten auf", erklärte Rauth. In der neuen Produktionshalle wird eine neue Beschichtungsanlage sowie eine neue Massefertigung entstehen. "Die nächsten Kapitel der Werksgeschichte sind bereits in Arbeit", betonte der Werkleiter.
Marco Butz, Wirtschaftsförderer der Stadt Offenburg, erinnerte an die Anfänge: "Ich habe in den Akten gelesen, dass es die erste Kontaktaufnahme zur Ansiedlung von Tesa bereits im Jahr 1958 gab." Damals habe man sich im Hotel "Palmengarten" getroffen und sich offenbar schnell geeinigt. "Es gibt nur einen kleinen Zettel", stellte Butz schmunzelnd fest. 15 Hektar Gelände sicherte sich das Unternehmen damals, heute nutzt es 30 Hektar und hat noch bevorratete Flächen.
Vor 18 Monaten wurde erstmals über die Erweiterung gesprochen. "Sie machen einfach", lobte Butz die unternehmerische Entscheidungskraft. Zudem gingen die Baugewerke überwiegend an Unternehmen aus der Region. "Wir freuen uns, dass sie am Standort Deutschland investieren", so Butz.
Bewusste Investition
Dr. Kourosh Bahrami, Vorstandsvorsitzender von Tesa: "Wir investieren sehr bewusst in den Standort Offenburg. Wir könnten weltweit investieren, aber Herkunft macht Zukunft." Denn vor Ort gebe es die Expertise und die Mannschaft, die es für den Erfolg brauche. "Das ist unsere Vision für den Standort Deutschland: Dass wir die Topexpertise paaren, mit dem, was den Mittelstand stark macht. Siech schnell und flexibel nach dem Kunden zu richten", so Bahrami.
Auf dem westlichen Werksgelände entsteht derzeit ein 4.500 Quadratmeter großes Produktionsgebäude inklusive Klebmassenherstellung, Beschichtungsanlage sowie Lagerflächen für Rohmaterialien und Zwischenprodukte. Der Zeitplan: Mitte Juli sollen die ersten Maschinen angeliefert werden. Mitte 2027 sollen die ersten Produkte hergestellt werden. Ende 2027 ist der Marktstart vorgesehen. "Wir werden in Offenburg nicht nur eine neue Anlage bauen, sondern die Zukunft für Tesa und den Standort gestalten", so Projektleiter Dirk Holland.
Nach dem Richtspruch gab es für die Mitarbeiter noch einen Rundgang über die Baustelle.








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