Grossmann schnappt sich riesiges Areal am Bahnhof

Von der Grünfläche zwischen Haupt- und Okenstraße (Bildmitte) bis weit in den Norden am Güternahnhof erstreckt sich das Areal.
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Offenburg. Das nächste großflächige Areal in Offenburg wird überplant und erhält neue Fläche
für Wohnraum, Dienstleistungen und Gewerbe: Der in Kehl ansässige
Architekt Jürgen Grossmann (Grossmann-Group) hat von der Bahn-Tochter
Aurelis eine Fläche von rund 88.000 Quadratmetern erworben – wohl für
einen siebenstelligen Betrag.

Das aus diversen Grundstücken, einzelnen Flächen und Immobilien bestehende Areal am Güterbahnhof erstreckt sich von der Rheinstraße über die dortigen Schrebergärten
hinweg Richtung Norden und wird von den Häusern an der Okenstraße im
Westen und der Hauptstraße im Osten begrenzt. „Die zu entwickelnde
Fläche ist etwa 62.000 Quadratmeter groß“, sagt Investor Jürgen
Grossmann. Dazu gehören auch 26.000 Quadratmeter Verkehrsflächen.

„Ich glaube nicht, dass es in Offenburg noch attraktivere Flächen für Wohnen
und Gewerbe in dieser Größenordnung gibt. Von daher freuen wir uns
natürlich sehr auf dieses Konversionsprojekt“, erklärt Grossmann, der
bestätigt, dass vor wenigen Tagen der Notartermin zu dem Projekt
stattgefunden habe. Als einer der ersten Schritte werde Grossmann nun
das Gespräch mit der Stadt Offenburg suchen, um die Wünsche der
Verwaltung kennenzulernen. Grossmann: „Die Zukunft dieses Areals hängt
entscheidend davon ab, dass die Stadt und wir partnerschaftlich
zusammenarbeiten.“

Von Seiten der Stadt gibt es für das Areal Güterbahnhof-Süd seit drei Jahren einen gültigen Bebauungsplan, der unter anderem eine gemischte Nutzung mit Blockrandbebauung, aber auch
Möglichkeiten für eine freie Planung von Wohngebäuden sowie Grün- und
Gartenflächen vorsieht. „Ich begrüße die sich abzeichnende Entwicklung
auf diesem Areal“, sagt Oberbürgermeisterin Edith Schreiner. Sie habe
„großes Vertrauen“ darin, dass die Grossmann-Group mit allen Beteiligten
eine zufriedenstellende Lösung erarbeite.

Zu den Beteiligten gehören auch die Pächter der Schrebergärten, die sich seit der
Verabschiedung eines Bebauungsplans für den Erhalt ihrer Gärten
eingesetzt haben. Über die Grossmann-Group verlautet, dass es eindeutig
Ziel sei, einvernehmliche Lösungen zu finden. Neben Abfindungen stünde
auch die Einrichtung neuer Grünflächen für die private Nutzung im Raum.
Vor wenigen Wochen waren bereits zwei Gebäude der Hauptstraße 12 und 14
östlich der jetzigen Schrebergärten abgerissen worden.

Die von Grossmann erworbenen Grundstücke erstrecken sich nach Norden bis über
das Betriebsgrundstück des dortigen Altmetallhandels hinaus. Zum Areal
gehören eine Reihe ehemaliger Bahnimmobilien, die zum Teil unter
Denkmalschutz stehen, sowie die Logistikhallen der Spedition Dietrich
und Burdas Papierlogistik ETG. Grossmann verfügt damit auch über das
letzte unbebaute Offenburger Grundstück mit eigenem Gleisanschluss: 4200
Quadratmeter misst die Teilfläche. Das Kaufland-Areal und das
Sondergebiet rund um Tankstelle und Zoofachmarkt sind dagegen nicht Teil
des Immobilien-Geschäfts.

Über einen möglichen Zeitplan könne man derzeitig nur spekulieren, heißt es aus der Grossmann-Group. Die Gespräche mit Stadt und Grundstücksnutzern stünden jetzt im Vordergrund.
Man spreche von einem Zeitrahmen für die Entwicklung des Gebiets von
mindestens zehn Jahren. „Ich weiß nicht, ob wir alle Probleme lösen
können, aber wir haben ein Faible für städtebauliche Herausforderungen
und eine hohe Erfolgsquote“, sagt Jürgen Grossmann abschließend.

Autor: Rembert Graf Kerssenbrock

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