Erdbeeren in Oppenau erstmals mit der Methode angepflanzt
Kommerzieller Anbau in Hochbeet ein Trend?

Durch den Anbau im Hochbeet erhofft sich Anton Walter eine bessere Qualität und eine bessere Vermarktung seiner Erdbeeren. | Foto: Foto: mak
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Oppenau (mak). Hochbeete liegen für den privaten Anbau von Obst und Gemüse voll im Trend. Für den Erwerbsgartenbau ist diese Anbaumethode eher ungewöhnlich. "Ich habe noch nie einen Erwerbsbetrieb gesehen, bei dem Hochbeete zum Einsatz kommen", sagt Thomas Bauknecht, Kreisgärtnermeister der Kreisgruppe Ortenau/Offenburg. Auch beim Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband ist der Betrieb von Hochbeeten für eine kommerzielle Nutzung unbekannt, wie Pressesprecher Padraig Elsner mitteilt. 
Anton Walter vom gleichnamigen Landwirtschaftsbetrieb in Oppenau geht seit diesem Jahr aber trotzdem diesen Weg. Er baut Erdbeeren in Hochbeeten an. "Die Anfangsinvestitionen sind immens", erklärt er auf Nachfrage. Sie lägen um ein Vielfaches höher als die herkömmlicher Anbaumethode.

Vermarktung wichtig

"Der Einsatz von Hochbeeten macht nur dann Sinn, wenn man die Erträge entsprechend hochpreisig vermarkten kann", erklärt er. Walter geht davon aus, dass der Anbau in Hochbeeten auch im kommerziellen Gartenbau der zukünftige Trend sein wird. "In England, den Niederlanden und Belgien werden mittlerweile rund 80 Prozent der Erdbeeren in Hochbeeten angebaut", erklärt er. Für ihn liegen die Vorteile auf der Hand. Hochbeete seien angenehmer zu ernten und dadurch sei auch die Pflückleistung besser. "Das muss auch so sein, sonst lohnt sich diese Methode nicht."

Ernteroboter

Zudem geht er davon aus, dass durch den Einsatz von Ernterobotern in naher Zukunft Anbau und Ernte noch effizienter werden. "Stillstand ist Rückstand", sagt er. Darüber hinaus könne der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich verringert werden, zählt er die weiteren Vorteile auf. Im Hochbeet seien die Pflanzen nicht so stark der Feuchtigkeit und Nässe ausgesetzt wie bei der herkömmlichen Bodenpflanzung. Dadurch erhofft er sich zusätzlich eine Qualitätssteigerung seiner Früchte, die er dann entsprechend vermarkten möchte. 
"Die Erdbeeren werden in Kokos- und Torferde eingepflanzt, ähnlich wie bei Blumenkästen", erklärt Walter. Er gehe davon aus, dass der kommerzielle Anbau in Hochbeeten der Trend der Zukunft sein wird, so der Landwirt abschließend.

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