Ausflugstipp
Adolf Hölzel und sein Kreis in Freiburg

Adolf Hölzel, Skizze Farbkreis, um 1915
  • Adolf Hölzel, Skizze Farbkreis, um 1915
  • Foto: Adolf Hölzel-Stiftung Stuttgart
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Die Avantgarde zu Gast in Freiburg: Bis zum 18. März zeigt die Ausstellung „Im Laboratorium der Moderne. Hölzel und sein Kreis“ im Freiburger Augustinermuseum Werke von bahnbrechender Bedeutung auf dem Weg in die Moderne. 

Vor etwas über 100 Jahren war die Kunst-Avantgarde zu Gast in Freiburg. Mitten im Ersten Weltkrieg zeigte damals die Gruppe um Adolf Hölzel eine Ausstellung, die als wegbereitend für die Moderne gilt. Die historische Schau ist Impulsgeber für die neue Präsentation „Im Laboratorium der Moderne. Hölzel und sein Kreis“. Sie präsentiert Werke unter anderen von Adolf Hölzel, Willi Baumeister, Johannes Itten, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner.

Die Ausstellung beleuchtet die Wirkung und Strahlkraft der Kunst des sogenannten Hölzel-Kreises in Hinblick auf die Entwicklung der Moderne und dokumentiert somit deren kunsthistorische Bedeutung. Innerhalb des Hölzel-Kreises entstanden Kunstwerke von außergewöhnlicher Modernität und Ansätze, die später maßgeblich die Bauhaus-Entstehung geprägt haben. Auf den Spuren von Hölzel und seinem Kreis macht die Ausstellung die Beschäftigung mit Farbe, Konstruktion und Abstraktion in einem lebendigen Laboratorium erfahrbar.

Adolf Hölzel, 1853 in Olmütz (Mähren) geboren, war einer der ersten Vertreter der Künstlerkolonie Dachau und Gründungsmitglied der Münchner und der Wiener Secession. 1905 wurde der Maler, Kunsttheoretiker und Pädagoge an die Königliche Akademie der Bildenden Künste nach Stuttgart berufen, wo sich bald ein Kreis progressiver Schüler um ihn formierte. In seinem unkonventionellen Unterricht schuf Hölzel eine offene und kreative Atmosphäre. Als Spiritus Rector gab er seinen Schülern Raum zur freien Entfaltung. Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Themenschwerpunkte: Hervorzuheben ist Hölzels konstruktiver Bildaufbau, bei dem sich architektonische Prinzipien und Proportionsregeln nachweisen lassen. Außerdem prägten Abstraktionstendenzen die Werke des Hölzel-Kreises. Auch die Farbe rückt in den Fokus der Ausstellung. Weitere Themen sind die Rezeption alter Meister sowie der historische Kontext des Ersten Weltkriegs.

Info: Das Augustinermuseum in Freiburg ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, freitags bis 19 Uhr. Der Eintritt beträgt sieben Euro. Weitere Infos gibt es unter www.freiburg.de/hoelzelkreis.

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