Leichtes für heiße Tage
Leckere Sommersalate stillen den Hunger

Frische Wildkräuter kombiniert mit Zanderfilet und Pfifferlingen überzeugen im Sommer als Mahlzeit.
  • Frische Wildkräuter kombiniert mit Zanderfilet und Pfifferlingen überzeugen im Sommer als Mahlzeit.
  • Foto: "Armbrusters Lieblingsplatz"
  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Wenn es im Sommer heiß ist, dann wollen wir keine schweren Mahlzeiten. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten reicht oftmals ein frischer Salat als Mittag- oder Abendessen. Welch ein Glück, dass gerade in den Monaten von Juni bis Oktober die Auswahl an frischen Blattsalaten, aber auch anderen Rohkostalternativen besonders groß ist.

Der Eisbergsalat hat seinen Namen von dem Eis, auf dem er gelagert wurde, als er seine lange Reise von seiner Heimat in Nordamerika nach Europa angetreten hat. Heute wird er natürlich auch hierzulande angebaut. Die Saison dauert von Mai bis Ende Oktober. Sein besonderes Kennzeichen ist die hellgrüne Farbe der Blätter, die besonders knackig sind. Das liegt am hohen Wassergehalt. Der Vorteil: Kommen die Blätter mit der Vinaigrette in Berühung halten sie länger die Frische als bei einem klassischen Kopfsalat. Letzterer ist in Deutschland eine der beliebtesten Sorten, gerade in den Sommermonaten, wenn die grünen Köpfen aus dem Freiland stammen. Kopfsalat hat einen milden Geschmack und ist deshalb der ideale Begleiter zu fast jedem Essen. Sein einziger Nachteil – er wird schnell welk.

Ohne Römersalat kein Caesar's Salad

Unentbehrlich für den Caesar's Salad ist der Römersalat. Die länglichen, dunkelgrünen Blätter haben eine markante weiße Rippe. Sie werden meist kleingeschnitten im Salat eingesetzt. Römersalat hat einen kräftigen Geschmack. Er wird auch oft in Form von Salatherzen angeboten. Aus dem Freiland kommt er erst im Spätsommer bei uns auf den Tisch.

Bunt treiben es die Lollo-Sorten. Den aus Italien stammenden, krausen Salat gibt es in weiß – bianco – oder rot – rosso. Beide Sorten sind leicht herb im Geschmack. Beide eignen sich auch als Pflücksalat aus dem eigenen Beet, dann schmecken sie etwas milder. Eichblattsalat ähnelt dem Lollo-Salat, aber seine Blätter sind gewellt und nicht gezackt. Ist der Eichblattsalat krachend frisch, so sind die Blätter zart und haben einen nussigen Geschmack.

Scharf und aromatisch

Rucola ist eine wunderbare Mischung aus Kraut und Salat. Die ersten Blätter sprießen schon im Frühling und wachsen dann bis in den Herbst nach. Die Rauke, so der deutsche Name, hat einen unverwechselbaren Geschmack, der leicht scharf sein kann. Sie harmoniert besonders gut mit Tomaten und einem feinen Balsamico-Essig.

Damit wären wir bei beliebten Salatzutaten im Sommer: Tomaten, Gurken und frische Paprika schmecken in einer einfachen Vinaigrette am besten. Gurken sollten vor dem Verzehr geschält und mit Salz, das ihnen Bitterkeit entzieht, bestreut werden.
Im Sommer darf das Dressing zum Salat alles sein, nur nicht zu schwer. Am einfachsten geht eine klassische Vinaigrette. Sie besteht aus Salz, Pfeffer, etwas Zucker, Senf, Essig und Öl. Im ersten Schritt sollte der Essig mit den Gewürzen verrührt werden, bis sich das Salz gelöst hat. Erst dann sollte das Öl nach und nach daran gegeben werden. Eine Vinaigrette rührt man am besten mit einem Schneebesen, nur dann emulgiert das Öl und es ergibt sich eine samtige Salatsoße. Wer es weniger fett mag, der ersetzt einen Teil des Öls mit kalter Gemüsebrühe. Verfeinert wird die Vinaigrette durch Schalotten, Zwiebel und gerade im Sommer durch frische Kräuter. Das können neben den Klassikern Schnittlauch und Petersilie durchaus auch Borretsch, Kerbel oder Dill sein. Auch Wildkräuter runden einen Blattsalat geschmacklich ab.

Leichtes Dressing zum Salat

Ebenfalls hoch im Kurs stehen Joghurtdressings im Sommer. Der Joghurt verleiht dem Salat eine zusätzliche Frische. Außer Joghurt braucht es eigentlich nur Limetten- oder Zitronensaft, Gewürze und frische Kräuter für den perfekten Genuss. Ein neuer Trend sind fruchtige Dressings aus Obst. Nektarinen oder Mangos eignen sich perfekt dafür: Die Früchte werden kleingeschnitten und püriert und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kräuter nach Geschmack vermischt. Die Fruchtsäure ersetzt in diesem Fall den Essig.

Ein Wort zu Essig und Öl: Es lohnt sich gute Qualität zu kaufen, denn gerade bei einem Salat können ranzig oder metallisch schmeckende Öle oder ein supersaurer Essig wirklich den Spaß am Gericht verderben. Wer eine gewisse Süße mag, der sollte Balsamico-Essig verwenden. Auch hierbei gilt: Ein guter Balsamico hat seinen Preis, den gibt es nicht zum Nulltarif.
Kombinieren lassen sich die knackigen Salate mit allem, was im Sommer gut schmeckt: kalter Bratenaufschnitt oder Steaks, Fisch wie geräucherter Lachs oder Forelle und natürlich Pilze, deren Saison bald anfängt.

Käse gibt die besondere Note

Verfeinert kann ein Salat aber auch mit Käse werden. Aus Tomaten, Salatgurke, Oliven und Feta lässt sich im Handumdrehen ein leichter griechischer Hirtensalat zaubern. Für italienische Momente sorgt Parmesan, der in Späne gehobelt, auch am Salat eine gute Figur macht. Und nicht zu vergessen: Caprese. Die geniale Mischung aus Tomate, Mozzarella und Basilikum aus Italien macht satt und krönt einen warmen Sommerabend.

Wer es noch etwas nahrhafter möchte: Nudelsalat ohne Mayonnaise ist eine gute Alternative im Sommer.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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