Weinlese ist weitgehend beendet
2020er lässt wahrlich Großes erwarten

Kellermeister Martin Bäuerle konzentriert sich jetzt auf den Ausbau der Weine.
  • Kellermeister Martin Bäuerle konzentriert sich jetzt auf den Ausbau der Weine.
  • Foto: Oberkircher Winzer eG
  • hochgeladen von Daniela Santo

Ortenau (ds). Noch hängen etwas Riesling, Trauben für Süßweine und kleinere Mengen Cabernet-Sorten und Spätburgunder für Spezialitäten an den Rebstöcken. An sich ist die Weinlese aber abgeschlossen, die sehr früh begonnen und in Rekordzeit abgeschlossen wurde. Schon jetzt dürfen sich Weinliebhaber auf den Jahrgang 2020 freuen, denn insbesondere der Rotwein lässt Großes erwarten, verrät Markus Ell, geschäftsführender Vorstand der Oberkircher Winzer eG.

Großes Potenzial

Doch auch alle anderen Weine zeigen schon jetzt großes Potenzial. "Wir dürfen uns auf reife, ausgewogene und durch die absolut gesunden Trauben auch auf sehr aromatische Weine freuen. 2020 konnten jegliche Qualitäten differenziert gelesen werden", berichtet Johannes Werner, Weinbauberater des Ortenaukreises. So findet der Weintrinker von fruchtig, frischen und säurebetonten Weißweinen bis hin zu kräftigen, stoffigen Burgundern und Rotweinen 2020 alles, was das Herz begehrt. Die frühe und vor allem zügige Lese sei in diesem Jahr nicht etwa dem schlechten Wetter geschuldet, sondern dem heißen Wetter über den Herbst. "Dieses sorgte für rasch ansteigende Mostgewichte und über die Verdunstung auch zu rückläufigem Ertrag. Um den späteren Alkoholgehalt im Wein zu kontrollieren, wird für jede Sorte versucht, den optimalen Erntezeitpunkt festzulegen. Und dies war in diesem Jahr in der Regel ein sehr enges Zeitfenster, was für die Winzer eine zügige Lese bedeutete", erklärt Werner. "Dank des guten Zusammenspiels unserer Kellermeister, Qualitätsmanager und Winzer konnten wir das sehr gut managen", freut sich Markus Ell. Der Sommer sei durch sehr schöne Wetterlagen, wenig Niederschläge und nur vereinzelte Wetterkapriolen geprägt gewesen. Der Austrieb, die Blüte und der weitere Vegetationsverlauf seien für die Rebanlagen nahezu perfekt gewesen.

Kaum Schaderreger

"Es gab somit kaum Druck von Schaderregern jeglicher Art, selbst der gefürchteten Kirschessigfruchtfliege war es zu heiß und sie stellte nur vereinzelt ein Problem dar", erläutert Ell für die Oberkircher Winzer eG. Johannes Werner bestätigt: "Wir hatten weder mit Pilzkrankheiten noch mit Schädlingen größere Probleme. Einzig die Trockenheit kostete die Winzer teils wieder viel Kraft. Zusätzliche Wassergaben bei Junganlagen waren vielerorts nötig. Auch führt die starke Sonnenstrahlung besonders bei freistehenden Trauben zu Sonnenbrand und damit Einbußen und gegebenenfalls Sortieraufwand", hat er die gesamte Ortenau im Blick.

Fokus auf Ausbau

Nach dem Herbst sei nun vor dem Herbst: "Nun geht es für die Winzer teils in die Anlageplanung für die kommenden Jahre und sobald die Blätter gefallen sind, kann der Rebschnitt beginnen", so Werner. Davor, so Ell, müsse und wolle man aber erst einmal durchatmen. "Die Arbeit fokussiert sich momentan auf den Keller und den damit verbundenen Ausbau der Weine", ergänzt der geschäftsführende Vorstand. Florian Streif, Vertriebsleiter der Weinmanufaktur Gengenbach, berichtet auf Anfrage, dass man alle Qualitäten und Erträge eingebracht habe. "Unsere Keller in Zell-Weierbach und Gengenbach waren optimal auf den Herbst vorbereitet. Zwar habe Corona auch die Weinmanufaktur Gengenbach getroffen, "jedoch konnten wir in den vergangenen Monaten tolle Zuwächse in anderen Kundengruppen erzielen und auch die Gastronomie hat sich seit Wiederaufnahme erfreulicherweise für alle sehr positiv entwickelt".

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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