Berufliche Schulen
Arbeitsweltbezogene Sozialarbeit nimmt Fahrt auf

Sozialdezernent Georg Benz (Mitte), der Leiter des Amts für Schule und Kultur Bernhard Kohler (r.) und Jugendamtsleiter Heiko Faller (l.) wollen die arbeitsweltbezogene Schulsozialarbeit an den Beruflichen Schulen des Ortenaukreises in Kooperation mit den Schulleitungen weiter voranbringen.
  • Sozialdezernent Georg Benz (Mitte), der Leiter des Amts für Schule und Kultur Bernhard Kohler (r.) und Jugendamtsleiter Heiko Faller (l.) wollen die arbeitsweltbezogene Schulsozialarbeit an den Beruflichen Schulen des Ortenaukreises in Kooperation mit den Schulleitungen weiter voranbringen.
  • Foto: LRA
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Ortenau (st). Um die arbeitsweltbezogene Schulsozialarbeit an den zwölf Beruflichen Schulen in der Trägerschaft des Ortenaukreises weiter voranzubringen und bestmöglich miteinander zu verzahnen, haben Vertreter des Landratsamts und der Bildungseinrichtungen bereits 2018 eine gemeinsame Konzeption erarbeitet. Für die nächsten zweieinhalb Jahre wurden nun neue Schwerpunkte gesetzt und entsprechende Maßnahmen abgesprochen und entwickelt.

Themen: Schule schwänzen, seelische Gesundheit und Diskriminierung

So wollen die Partner künftig insbesondere bei den Themen Schulabsentismus, seelische Gesundheit sowie Schutz vor Diskriminierung Schwerpunkte setzen und eng miteinander zusammenarbeiten. Individuelle Kooperationsvereinbarungen pro Schulstandort berücksichtigten die spezifische Ausgangslage vor Ort. An dem umfassenden Prozess beteiligt waren neben dem Amt für Schule und Kultur des Landratsamts auch die Schulleitungen, Lehrkräfte sowie das Jugendamt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe.

„Die arbeitsweltbezogene Schulsozialarbeit an unseren Beruflichen Schulen unterstützt die jungen Menschen darin, ihr schulisches und soziales Leben eigenständig und eigenverantwortlich zu gestalten sowie ihre persönliche, soziale und berufliche Identität zu entwickeln“, erklärt Bernhard Kohler, Leiter des für die kreiseigenen Schulen verantwortlichen Amts für Schule und Kultur. Die Schulsozialarbeit trage den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung und habe sich in den letzten Jahren als wirksames Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe erwiesen. „Gerade in Zeiten der Pandemie zeigt sich, dass das Angebot der Schulsozialarbeit notwendiger denn je und die fachliche Kooperation mit der Jugendhilfe hier eine wichtige Stütze ist“, ergänzt Jugendamtsleiter Heiko Faller. Neben der Beratung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler vor Ort in der Schule habe aktuell auch der Online-Raum seinen festen Platz in der Begleitung junger Menschen.

Zu den Handlungskonzepten, Methoden und Angeboten der Schulsozialarbeit gehören etwa die Einzelfallhilfe, Gruppenangebote, Netzwerkarbeit, Kooperationen und Prävention. Thematisch haben die Beruflichen Schulen im Kreis in den letzten zwei Jahren je nach individuellem Bedarf an unterschiedlichen Schwerpunkten gearbeitet, wie z.B. Sucht, Konfliktbewältigung, Verselbständigung in der Adoleszenz oder soziale Kompetenz.

Auf Beschluss des Kultur- und Bildungsausschusses des Kreistags wurde die Schulsozialarbeit an allen Beruflichen Schulen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren in der Trägerschaft des Ortenaukreises seit Herbst 2017 stufenweise eingeführt. Seit dem Schuljahr 2019/20 haben rund 13.000 Schülerinnen und Schüler aller Schularten Zugang zu diesem Unterstützungsangebot.

Angebote der Beruflichen Schulen

Im Ortenaukreis gibt es zwölf Beruflichen Schulen an den Standorten Achern, Gengenbach, Hausach, Kehl, Lahr, Offenburg und Wolfach. Das differenzierte schulische Spektrum umfasst sechs gewerbliche, fünf kaufmännische, sechs haus- und landwirtschaftliche Schulangebote sowie zwölf Fachschulangebote. Hinzu kommen 13 berufliche Gymnasien.
Über die Berufsschulen, die Berufsfachschulen, das Berufskolleg oder die beruflichen Gymnasien haben junge Menschen die Möglichkeit, in die Berufswelt einzusteigen oder die Grundlagen für ein angestrebtes Studium zu legen.
Im Schuljahr 2020/2021 besuchen insgesamt 12.357 Schülerinnen und Schüler die beruflichen Schulen, davon über 7.000 in Teilzeit und rund 5.000 in Vollzeit.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite des Ortenaukreises im Bereich Dienstleistungen | Familien | Bildung | Berufliche Schulen unter dem Direktlink

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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