Heiße Tipps von Dr. Thomas Wolf und Ingeborg Merker
Das hilft bei Hitze

Leichte Kleidung, eine Kopfbedeckung und immer wieder eine Abkühlung bringen schon viel bei Hitze.
  • Leichte Kleidung, eine Kopfbedeckung und immer wieder eine Abkühlung bringen schon viel bei Hitze.
  • Foto: Thekla Fey
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Ortenau (tf). Die Sonne lacht, der Himmel ist wolkenlos, die Temperaturen steigen über die 30-Grad-Marke. Doch nicht jeder kommt mit der großen Hitze gut zurecht. Viele Menschen bekommen gesundheitliche Probleme und halten die Wärme nur sehr schwer aus.

“Zunächst ist es wichtig, genug zu trinken. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollte es an heißen Tagen sein, auch dann, wenn kein Durstgefühl besteht“, so Dr. Thomas Wolf vom Gesundheitsamt des Ortenaukreises. Dazu eignen sich Wasser, ungesüßter Tee und Fruchtsaftschorlen.
Flüssigkeitsmangel kann üble Auswirkungen haben, wie Ingeborg Merker, Projektleiterin im Seniorenbüro Offenburg, betont: "Wer nicht genug trinkt, kann unter den verschiedensten Symptomen wie Verwirrtheit, Schwindel, Kreislaufschwäche oder auch Blutdruckschwankungen leiden. Sinnvoll ist es, warme Getränke zu sich zu nehmen, die zu einem leichten Schwitzen führen, da dadurch ein Abkühlen des Körpers bewirkt wird, ohne dass es zu Kreislaufbelastungen kommt."

Um gerade älteren Menschen Hilfestellungen zu geben, hat das Seniorenbüro vor zwei Jahren das Projekt „Sommerhitze – kein Problem!“ ins Leben gerufen. „Hier kann man sich in eine Liste eintragen lassen, um angerufen und an Verhaltens-tipps erinnert zu werden, wenn der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewarnung ausgibt“, erklärt Ingeborg Merker. Weiter gibt es eine gleichnamige Broschüre mit einem Trinkplaner, der gut sichtbar aufgehängt werden kann und dann an regelmäßiges Trinken erinnern soll.

Handgelenke und Nacken kühlen

Ein weiterer Ratschlag, keineswegs nur für Senioren, ist, sich immer wieder zwischendurch Handgelenke, Nacken und Gesicht mit kühlem Wasser zu erfrischen. “Kalte, aber nicht eiskalte Wickel und Fußbäder wirken wahre Wunder“, so Merker. Weiter empfiehlt sie das Tragen locker sitzender und leichter Kleidung, wenn möglich aus Baumwolle, Seide oder auch Leinen.
Dr. Thomas Wolf rät, tagsüber die Fenster konsequent geschlossen zu halten, damit keine warme Luft in die Zimmer einströmt und die Räume während der Sonnenstunden mit Jalousien oder Vorhängen abzudunkeln. Abends, über Nacht und morgens gilt es dann, alle Fenster weit zu öffnen und die kühle Luft hereinzulassen. "Klimaanlagen bringen zwar Kühlung und Erfrischung, sind aber wegen der unnatürlichen Kälte, der Zugluft und der Erkältungsgefahr nicht immer zu empfehlen“, so Wolf.

Wenn die Temperaturen auch in der Nacht nicht wirklich sinken, sollten dicke Bettdecken gegen dünne Laken getauscht werden. "Wer zum Schwitzen neigt, sollte trotz Wärme nachts ein dünnes T-Shirt tragen, weil ein nasses Hemd leichter auszuwechseln ist als verschwitzte Bettwäsche“, so Wolf.

Im Seniorenratgeber „Sommerhitze – kein Problem!“ heißt es außerdem, dass auf große Anstrengungen wie Gartenarbeit oder Sport besser verzichtet werden sollte. Der Wocheneinkauf sollte eher in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen werden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, sich – wenn möglich – in der Mittagshitze zurückzuziehen. Muss man doch in die heiße Sonne hinaus, sollte eine Kopfbedeckung getragen und an einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor gedacht werden. Auch sollte man weder Personen noch Tiere in geparkten Autos zurücklassen.

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