Feuerlöschboot "Europa 1" feiert Jubiläum
Deutsch-französisches Leuchtturm-Projekt

"Europa 1": 23 Meter lang, 6,20 Meter breit, 40 Stundenkilometer schnell, mit acht Mann Besatzung voll einsatzfähig und entspricht damit voll den heutigen Anforderungen an die Gefahrenabwehr auf dem Rhein.
  • "Europa 1": 23 Meter lang, 6,20 Meter breit, 40 Stundenkilometer schnell, mit acht Mann Besatzung voll einsatzfähig und entspricht damit voll den heutigen Anforderungen an die Gefahrenabwehr auf dem Rhein.
  • Foto: Landratsamt
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau/Elsass (st). Das deutsch-französische Feuerlöschboot „Europa 1“ ist vergangenes Jahr zehn Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum würdigten im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung jetzt die deutschen und französischen Mitglieder des grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverbands Feuerlöschboot „Europa 1“ mit Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises, Verbandspräsident Reinhard Kirr, Dezernent für Sicherheit im Landratsamt, und Verbandsvizepräsident Thierry Carbiener, Präsident des Verwaltungsrates der französischen Brand- und Rettungsdienste für das Département Bas-Rhin.

„Das Feuerlöschboot ist eine echte deutsch-französische Maßarbeit und damit ein Musterbeispiel grenzüberschreitender Kooperation“, gratulierte Scherer zum Jubiläum dieses Leuchtturm-Projektes. „Mit der Europa 1 wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit täglich gelebt“, so Scherer. Er dankte den Akteuren des Zweckverbands für die gute Verwaltung und Organisation. Besonderen Dank richtete er an die französischen und die deutschen Einsatzkräfte der Feuerwehren, welche die Einsatzbereitschaft des Feuerlöschbootes rund um die Uhr gewährleisten.

Großeinsätze im Sommer 2018

Thierry Carbiener freute sich über die mehr als zehnjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehrdiensten, Brandschutzbehörden und beteiligten Gebietskörperschaften beider Seiten des Rheines: „Unser Feuerlöschboot gehört zu den konkreten und wertvollen Ergebnissen grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Was gibt es Bedeutenderes als dieses Zeichen der Solidarität für den Schutz der Menschen wie auch der wirtschaftlichen Einrichtungen und Anlagen an beiden Ufern des Rheins?“. Die Wichtigkeit des deutsch-französischen Feuerlöschbootes hätten nicht zuletzt die Straßburger Großeinsätze im Sommer 2018 gezeigt, so Carbiener.

„Europa 1“ nahm im Januar 2008 den Betrieb auf. Seine grenzüberschreitenden Aufgaben sind die Personenrettung, die Brandbekämpfung und die Wasserversorgung von Einheiten am Land bei großen Bränden im Bereich des mittleren Oberrheins.

Die Realisierung war nur durch die Beteiligung zahlreicher Akteure auf beiden Seiten des Rheins, die Finanzierung durch mehrere französische Gebietskörperschaften und des Landes Baden-Württemberg sowie die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG III-A Oberrhein möglich. Getragen wird der Zweckverband auf deutscher Seite vom Ortenaukreis und weiteren Partnern (Stadt Kehl, Hafen Kehl, Landkreis Raststatt, Stadt Rheinau) auf der französischen Seite vom Departement du Bas-Rhin mit seiner Feuerwehr- und Rettungswache (SDIS 67).

Hintergrund

Mit der Europa 1 stellt der Zweckverband den Feuerwehr- und Rettungskräften des Départements Bas-Rhin sowie den Hilfsorganisationen der Stadt Kehl und des Ortenaukreises ein hochtechnisches und leistungsstarkes Boot für Rettungseinsätze auf dem Rhein bereit. Es ist 23 Meter lang, 6,20 Meter breit, 40 Stundenkilometer schnell, mit acht Mann Besatzung voll einsatzfähig und entspricht damit voll den heutigen Anforderungen an die Gefahrenabwehr auf dem Rhein. Finanziert wurde das 2,5 Millionen Euro teure Löschboot von der EU (eine Million), dem Land Baden-Württemberg und französischen Gebietskörperschaften (je 750.000 Euro).

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