Schaden im Windpark Hohenlochen
Flügeltausch an zwei der vier Anlagen

Zwei Anlagen im Windpark Hohenlochen stehen wegen Schäden an den Rotorblättern derzeit still.
  • Zwei Anlagen im Windpark Hohenlochen stehen wegen Schäden an den Rotorblättern derzeit still.
  • Foto: Badenova
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Mittlerer Schwarzwald (st). Von den insgesamt vier Windenergieanlagen des Windparks Hohenlochen stehen derzeit zwei Anlagen still. Bei routinemäßigen Wartungsarbeiten Ende Dezember sind Schäden an den Rotorblättern entdeckt worden. Die Flügel werden zur Reparatur ins Werk des Herstellers Enercon gebracht, teilt die Badenova-Tochter "WÄRMEPLUS" mit. Vor knapp einem Jahr, im Frühjahr 2021, ist der Park in Betrieb gegangen.

Der Windpark Hohenlochen steht auf einem exponierten Höhenzug in 650 bis 700 Metern Höhe auf der Gemarkung von Oberwolfach und Hausach. Er gilt als wichtiger Baustein zur Umsetzung der Energiewende in der Region. Wenn alle vier Windanlagen ins örtliche Netz einspeisen, wird sauberer Strom für 22.222 Personen produziert. Da kurz vor dem Jahreswechsel Risse in den Rotorblättern der Windkraftanlagen 3 und 4 entdeckt wurden, steht momentan der halbe Park still, das heißt dass gegenwärtig nur zwei Anlagen Strom produzieren.

Vor-Ort-Prüfung

Eine Vor-Ort-Prüfung sowohl vom Hersteller Enercon, als auch durch einen unabhängigen, von Badenova beauftragten Sachverständigen, hat ergeben, dass die Mängel vor Ort nicht behoben werden können. Dies bedeutet, dass an den beiden nördlichen Anlagen alle Rotorblätter im ersten Halbjahr 2022 getauscht werden. Der Hersteller Enercon ist verantwortlich für die Organisation und Umsetzung des Austauschs.

Die Windkraftanlagen 1 und 2 sind vom Tausch nicht betroffen und laufen sicher. Deren insgesamt sechs Flügel stammen aus einem anderen Werk des Herstellers. Wie es zu dem Schaden an den betroffenen Flügeln gekommen ist, wird derzeit von Enercon geklärt. Von einem Transportschaden ist gegenwärtig aufgrund erfolgter intensiver Inspektionen auf der Umladefläche in Zell am Harmersbach nicht auszugehen.

Finanzieller Schaden hält sich in Grenzen

Aufgrund entsprechender Verträge, unter anderem einer Verfügbarkeitsgarantie, hält sich der finanzielle Schaden für die Projektgesellschaft, an der auch unter anderem die Kommunen Oberwolfach und Hausach beteiligt sind, in Grenzen. Die Eigentümer der Flächen, auf denen die Windenergieanlagen stehen, erhalten trotz der Umstände eine garantierte Pachtzahlung. „Gemeinsam mit unserem Partner Enercon werden wir dieses Problem im ersten Halbjahr 2022 lösen. Natürlich ist es bitter, dass gerade jetzt in den windstarken Wintermonaten und unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen, dass Strom knapp und teuer ist, wir nur mit halber Kraft produzieren“, so Klaus Preiser, Geschäftsführer "badenovaWÄRMEPLUS".

Sebastian Schüßler, Projektleiter des Windparks Hohenlochen, ergänzt: „Wir sind froh, dass kein größerer Schaden entstanden ist, wir diesen sehr frühzeitig erkannt haben und da Enercon die Standortverhältnisse aus der Bauphase gut kennt, werden sie auch sehr schnell handeln können.“ "badenovaWÄRMEPLUS" sichert den Anrainerorten zu, dass der Prozess des Abtransports der Flügel sowie der Antransport der neuen Komponenten wieder eng begleitet wird und die betroffenen Kommunen über den Fortschritt laufend informiert werden, so dass die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger in Grenzen gehalten werden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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