Erasmus+ ausbauen
Jungen Menschen mehr Chancen ermöglichen
Ortenau (st) Ob Schüleraustausch, Auslandssemester oder berufliches Praktikum: Für viele junge Menschen bietet Erasmus+ die Gelegenheit, Europa aus eigener Erfahrung kennenzulernen und wichtige Kompetenzen für ihre Zukunft zu erwerben. Das Europäische Parlament hat in dieser Woche seine Position für die Fortführung des Programms von 2028 bis 2034 verabschiedet. Mit einem Budget von 47,4 Milliarden Euro fordert das Parlament nahezu eine Verdopplung der bisherigen Mittel, um künftig noch mehr Menschen einen Aufenthalt im europäischen Ausland zu ermöglichen, heißt es in der Pressemeldung
Verständnis innerhalb Europas
Dazu erklärt der Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses des Europäischen Parlaments, Dr. Andreas Schwab MdEP (CDU): „Wer schon einmal längere Zeit in einem anderen europäischen Land verbracht hat, weiß, wie bereichernd diese Erfahrung sein kann. Erasmus+ eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven, fördert ihre persönliche Entwicklung und verbessert ihre beruflichen Möglichkeiten. Gleichzeitig wächst durch den direkten Austausch das gegenseitige Verständnis innerhalb Europas. Diese Erfahrungen dürfen kein Privileg derjenigen sein, die sich einen Auslandsaufenthalt ohnehin leisten können. Deshalb wollen wir Erasmus+ stärken und den Zugang für alle jungen Menschen verbessern.“ Neben Studierenden sollen künftig insbesondere auch Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Lehrkräfte und Menschen im Breitensport stärker von der europäischen Förderung profitieren. Das Parlament fordert dafür eine bessere Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten am jeweiligen Aufenthaltsort sowie einfachere Antragsverfahren für Schulen, Ausbildungsbetriebe und kleinere Vereine. Auch das Europäische Solidaritätskorps soll künftig Teil von Erasmus+ werden, wobei die Förderung des freiwilligen Engagements weiterhin gesichert bleiben soll. Offen ist allerdings noch die Finanzierung: Der Vorschlag der Ratspräsidentschaft sieht für Erasmus+ sogar weniger Geld vor als der ursprüngliche Vorschlag der Europäischen Kommission. „Gerade junge Menschen aus Familien mit geringerem Einkommen brauchen die Gewissheit, dass ein Aufenthalt im Ausland nicht an den finanziellen Möglichkeiten scheitert. Auch unsere Schulen, Ausbildungsbetriebe und Vereine müssen unkompliziert an den europäischen Programmen teilnehmen können. Dafür braucht es eine verlässliche Finanzierung. Die Kürzungsvorschläge der Ratspräsidentschaft gehen deshalb in die völlig falsche Richtung. Jetzt sind die Mitgliedstaaten gefordert, die notwendigen Mittel bereitzustellen und damit sicherzustellen, dass Erasmus+ künftig noch mehr jungen Menschen offensteht“, so Schwab abschließend.













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