Drei Mobilfunkbetreiber im Gespräch mit Ortenauer Vertretern
Mobile Zukunft für alle ist ein Hoffnungsschimmer

Der Freistetter Unternehmer Mathias Möckel muss sich strecken, damit er mit seinem Smartphone mobilen Empfang bekommt.
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Ortenau (als). Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht, allerdings ohne konkreten Zeitplan – so lässt sich die Regionalkonferenz mit Dominik Fehringer, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Ortenau (WRO), Landrat Frank Scherer sowie Bürgermeistern und weiteren Vertretern der Ortenau mit den drei großen Mobilfunknetzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefonica zusammenfassen. Diese drei Mobilfunknetzbetreiber hätten versichert, dass es in der Ortenau einen permanenten Ausbau der Netzinfrastruktur geben werde.

So hätte Vodafone zehn zusätzliche Standorte bis 2020 zugesagt. Peter Käßler, Vertreter der Telekom, habe ausgeführt, dass die Betreiber aus der Versteigerung von Lizenzen im Jahr 2015 noch Auflagen zu erfüllen hätten. Die Vereinbarung sehe vor, dass 98 Prozent der Bevölkerung mit Mobilfunk versorgt sein müssten. Dieses Ziel sei noch nicht erreicht.

Dass das mobile Datennetz immer wichtiger werde, sehe an diesen Zahlen: Aktuell hätten die Bürger im Schnitt 1,6 Mobilgeräte im Einsatz, in wenigen Jahren seien es vier bis fünf, so die Prognose der Telekom.

Grundsätzlich wird sich die Situation der Empfangsqualität in der Ortenau verbessern. Eine Liste der weißen Flecken hat die WRO den Mobilfunkbetreibern mit nach Hause gegeben. Auch weiterhin könnten die Kommunen auf vielfältige Art und Weise unterstützen, indem sie Orte mit unzureichender Netzabdeckung direkt an die Betreiber meldeten. Sie könnten sie ebenso bei der Suche nach geeigneten Standorten für Funkmasten unterstützten. Bei der Vernetzung der Maschinen, des „Internets der Dinge“, sei der jetzige Stand, dass alle Mobilfunkbetreiber momentan gegen die laufende Ausschreibung Klagen würden, berichtet Fehringer. Insbesondere beklagten die Betreiber die ihrer Ansicht nach viel zu hohen Erlöse des Staates aus den Versteigerungen.

Die primären Anforderungen zum Ausbau des Mobilfunknetzes kämen von den Unternehmen und Kommunen, welche gleichermaßen Interesse an einer hohen Verfügbarkeit von Mobilfunk hätten. Berufliche und private Kommunikation stütze sich weitgehend auf mobile Telefonie und damit auf mobile Datenübertragung. Dieser Trend erfordere einen stetigen intensiven Ausbau der Infrastruktur.

Von einer zeitnahen Übernahme und damit flächendeckenden Verfügbarkeit der 5G-Mobilfunktechnologie sei aber derzeit nicht auszugehen, da die dafür nötigen Antennen in der Regel nicht einfach an bestehenden Trägern angebracht werden könnten, so Fehringer. Die auch als „National Roaming“ bezeichnete Öffnung der Netze der Betreiber untereinander, sei nicht im Interesse der miteinander konkurierenden Unternehmen. Ganz unbegründet sei zudem die Sorge nicht, dass dieses Modell den Wettbewerb verzerre und Anbieter von künftigen Investitionen zur besseren Netzabdeckung abhalte, betont Dominik Fehringer.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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