Energiewende und Klimapaket
Strom wird teurer

Zwischen Gutach und Wolfach steht die nächste Windenergieanlage des E-Werks vor der Inbetriebnahme. Foto: EWM
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Ortenau (rek). Die Diskussion um das sogenannte Klimapaket der Bundesregierung sowie die Debatte um die gesellschaftliche Akzeptanz von Windenergieanlagen haben immer auch Auswirkungen auf die Strompreise und damit auf die Nebenkostenrechnung für jede Wohnung und Haus.
"Aufgrund der Kosten für die Energiewende ist am Markt grundsätzlich mit steigenden Preisen zu rechnen", erklärt Anthea Götz, Sprecherin des E-Werks Mittelbaden, auf Anfrage. Allerdings sehe der Energieversorger im Grundtarif "auf absehbare Zeit" keine Gründe für Preiserhöhungen. Anders sei es bei Sondertarifen. Deren Preise würden den gestiegenen staatlichen Abgaben angepasst. Grundsätzlich, so das E-Werk, führe die CO2-Bepreisung indirekt zu steigenden Preisen. Direkten Einfluss auf die Netzentgelte hätte zudem der verstärkte Ausbau der Stromleitungen.

Umlagen steigen

"Süwag plant aktuell keine Preisanpassung der Strom-Grundversorgung zum Jahreswechsel", so die Pressestelle des Anbieters im Norden der Ortenau. Da aber verschiedene Umlagen deutlich steigen würden, würden die endgültigen Netznutzungsentgelte für die einzelnen Netzgebiete erst zum Jahreswechsel kommuniziert. Auswirkungen könne es auch durch das Klimapaket geben: "Sowohl eine Senkung der EEG-Umlage als auch eine Erhöhung des CO2-Preises würden in unseren Preisen berücksichtigt werden", so die Süwag.

Zehnte Windenergieanlage

Mit der Ankündigung, dass das E-Werk Mittelbaden im Januar seine zehnte Windenergieanlage in Betrieb nähme, beantwortet der Stromerzeuger seine Haltung in der Debatte um solche Anlagen. "Wir registrieren eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz", so Götz. Selbstverständlich gebe es auch Gruppen, die die Veränderung des Landschaftsbilds oder den Eingriff in naturnahe Lebensräume kritisierten. Allerdings: "Auf Strom möchten diese Gruppen aber auch nicht verzichten", macht das E-Werk klar. Energie aus Wind, Wasser und Sonne würden "in das Versorgungsnetz des Überlandwerk Mittelbaden rund 450 Gigawattstunden direkt eingespeist". Das sei etwas weniger als ein Viertel des Bedarfs von der Industrie und Privatkunden. Damit Kunden, die Ökostrom beziehen wollen, diesen auch bekommen, habe das E-Werk entsprechende Zertifikate und biete zudem ein Produkt mit regional erzeugtem Strom an.

Akzeptanz erhalten

Beim Thema Windenergie sei es für die Süwag wichtig, den Natur- und Tierschutz einzuhalten sowie die Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort zu erhalten. Rund die Hälfte der Gesamtstromlieferung bestünden bei der Süwag aus Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie. Auch die Süwag verfüge über die nötige Zertifizierung der nachvollziehbaren Strombeschaffung im Bereich Ökostrom.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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