Baumfällarbeiten am Schönberg
Vollsperrung der B415

Ortenau (st). Aufgrund von Verkehrssicherungsmaßnahmen am Waldbestand wird die B415 zwischen dem Seelbacher Kreisverkehr und der Abzweigung auf die B33 bei Biberach von Montag, 11. November, 6 Uhr bis einschließlich Samstag, 16. November, vollgesperrt. Eine Umleitung wird eingerichtet.
Die Trockenjahre 2018/2019 haben entlang der B415 am Schönberg deutliche Spuren hinterlassen: „Durch das fortschreitende Absterben von Bäumen in Straßennähe entwickelt sich aktuell ein Gefahrenpotential für die Verkehrsteilnehmenden. Diese Bäume müssen zeitnah entfernt werden“, so der örtliche Forstrevierleiter Hans-Jörg Fries. „Bereits 2018 stand fest, dass wir eine größere Verkehrssicherungsmaßnahme entlang der B415 im Bereich des Schönbergs in Angriff nehmen müssen, aber das Ausmaß der Baumschädigungen durch die Trockenjahre war damals noch nicht absehbar“, so Simone Basler, stellvertretende Leiterin des Straßenbauamtes beim Landratsamt Ortenaukreis.

Herausforderung

„Waldbesitz entlang einer vielbefahrenen Straße bedeutet eine große Herausforderung, denn die Privatwaldbesitzenden tragen die volle Verantwortung für die Stabilität und Verkehrssicherheit ihrer Bäume. Gleichzeitig ist die Waldbewirtschaftung extrem erschwert, denn jede Maßnahme erfordert eine Straßensperrung und nicht selten müssen Leitplanken und Stromkabel entfernt werden“, so Fries. Kooperationsprojekte zwischen Straßenmeistereien, Forstbehörden und Waldbesitzenden sind hier sinnvoll. Das Forstpersonal kann die Vor-Ort-Situation bewerten, die Waldbesitzenden beraten und die Hiebsmaßnahme planen. Die Straßenmeisterei sorgt für die Organisation der Straßensperrung und den damit zusammenhängenden Maßnahmen. „Im Fall der B415 freuen wir uns über die hohe Beteiligung der Waldbesitzenden“, so Fries weiter. „Dies ermöglicht uns den Einsatz mehrerer professioneller Forstunternehmen, so dass wir die notwendige Straßensperrung auf sechs Tage konzentrieren können.“

Hohe Belastung

Eine zeiteffiziente und schlagkräftige Aktion mit hoher Verkehrssicherungswirkung ist allen Verantwortlichen ein sehr wichtiges Anliegen, sind doch die Bürger und ortsansässigen Unternehmen durch die zeitgleich stattfindende Sanierung und teilweise Sperrung der Ortsdurchfahrt in Lahr- Reichenbach bereits stark belastet. Für den Bereich in Lahr-Reichenbach konnte die Stadt Lahr den betroffenen Unternehmen keine Ausnahmegenehmigung erteilen. „Wir sind uns der hohen Belastung aller Beteiligten und besonders der Seelbacher Unternehmen bewusst. Die Gewährleistung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer macht diese Sperrung jedoch leider unumgänglich“, so Basler.
„Die Terminfindung für die Vollsperrung war keine leichte Aufgabe, denn sehr viele Rahmenbedingungen mussten berücksichtigt werden. Gleichzeitig ist eine hohe Dringlichkeit gegeben“, berichtet die Projektkoordinatorin am Amt für Waldwirtschaft, Astrid Kühnel. „Das Amt für Waldwirtschaft und das Straßenbauamt bitten daher alle von der Vollsperrung Betroffenen um Verständnis.“

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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