Trinkwasser in der Ortenau
Was wirklich aus dem Wasserhahn kommt

Ob morgens zum Kaffee oder abends zum Kochen: Leitungswasser begleitet den Alltag ganz selbstverständlich. | Foto: Lea Wölfle
  • Ob morgens zum Kaffee oder abends zum Kochen: Leitungswasser begleitet den Alltag ganz selbstverständlich.
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Ortenau (lw) Ob zum Trinken, Kochen oder für den Kaffee am Morgen – Leitungswasser gehört für die meisten Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag. Was dabei oft unbeachtet bleibt: Bis das Wasser aus dem Hahn kommt, hat es bereits zahlreiche Kontrollen durchlaufen. Auch in der Ortenau gelten für das Trinkwasser strenge Qualitätsanforderungen.

Strenge Vorgaben

Die örtlichen Wasserversorger überprüfen regelmäßig, ob die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. „Das Trinkwasser in Deutschland und selbstverständlich auch in der Ortenau hat grundsätzlich eine sehr hohe Qualität“, erklärt Carolin Schiewe von Badenova Netze. Das Unternehmen ist in der Region unter anderem für die Trinkwasserversorgung der Stadt Lahr zuständig und als Betriebsführer für weitere Kommunen tätig. Gleichzeitig ist die Ortenau von zahlreichen kommunalen und örtlichen Wasserversorgern geprägt, die jeweils für ihre Gemeinden verantwortlich sind. Für alle gelten die Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Sie legt unter anderem Grenzwerte für verschiedene chemische und mikrobiologische Parameter fest. Werden bestimmte Werte überschritten, können je nach Bedarf entsprechende Aufbereitungsverfahren eingesetzt werden. Zusätzlich kontrollieren auch die zuständigen Gesundheitsämter regelmäßig die Qualität des Trinkwassers. „Man kann sagen, dass das Trinkwasser eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel ist“, so Schiewe. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dann für die jeweiligen Kommunen veröffentlicht.

Vorsicht geboten

Besondere Aufmerksamkeit verdienen ältere Gebäude, in denen möglicherweise noch Bleileitungen vorhanden sind. Wer unsicher ist, aus welchem Material die Leitungen im eigenen Haus bestehen, kann die Installation überprüfen lassen. Auch bei grundsätzlich intakten Leitungen kann es sinnvoll sein, Wasser nach längerer Standzeit zunächst ablaufen zu lassen. Das gilt beispielsweise nach einem Urlaub. „Ganz grundsätzlich empfehlen wir, Wasser, das längere Zeit in den Leitungen im Haus stand, nicht unmittelbar zu verwenden, sondern erst eine Weile ablaufen zu lassen und somit die Leitungen frei zu spülen“, erklärt Schiewe. So wird das Wasser aus den Leitungen durch frisches Wasser aus dem Versorgungsnetz ersetzt. Neben der Qualität hat Leitungswasser auch praktische Vorteile. Es steht jederzeit zur Verfügung und muss weder abgefüllt noch transportiert werden. Dadurch entfallen Verpackungen und zusätzliche Transportwege. Auch beim Preis ist Leitungswasser deutlich günstiger als abgefülltes Mineralwasser. Grundsätzlich gilt: "Das Leitungswasser in der Ortenau kann man bedenkenlos trinken“, so Schiewe. Die regelmäßigen Kontrollen durch Wasserversorger und Gesundheitsämter sorgen dafür, dass das Trinkwasser in der Ortenau hohen Qualitätsanforderungen entspricht.

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