Webseite der Volksbank in der Ortenau
Klimaschutz mit jedem Klick

Ortenau (st). Ab sofort ist die Webseite der Volksbank in der Ortenau klimaneutral. Aufbauend auf der Anzahl der monatlichen Seitenaufrufe hat die Bank die verursachten CO2-Emissionen ihrer Webseite ermittelt und über das Klimaschutzprojekt „Wasserkraft für den Lebensraum von Berggorillas im Virunga Nationalpark im Kongo“ ausgeglichen.

Server und Rechenzentren laufen rund um die Uhr. Jeder Klick im Internet verursacht CO2-Emissionen. Auf der Homepage der Volksbank in der Ortenau sind das im Monat 200.000 Klicks. Das entspricht etwa 36 Tonnen CO2 im Zeitraum von August 2020 bis August 2021. Eine Webseite ist klimaneutral, wenn die entstandenen CO2-Emissionen berechnet und durch die Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte ausgeglichen wird. Dafür erhielt die Volksbank eine Urkunde zur Klimaneutralität.  

Nachhaltigkeit ist Selbstverständnis

Für die Volksbank in der Ortenau und ihre Mitarbeiter ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Bestandteil ihres Selbstverständnisses. „Als Genossenschaftsbank agieren wir – allein schon aus unserem „genetischen Code“ heraus - nachhaltig. Nachhaltiges, also soziales, ökonomisches und ökologisches Denken und Handeln sind für uns somit keine Modetrends. Sie sind eine fest verankerte Größe in unserem Leitbild – aus Überzeugung und Respekt gegenüber den zukünftigen Generationen“, so Vorstandsvorsitzender Markus Dauber. „Und dies nicht nur in unserer Region. Ganz aktuell unterstützen wir ein Klimaschutzprogamm im Kongo“. In der Konkretisierung von Nachhaltigkeit orientiert sich die Volksbank an den UN Sustainable Development Goals (SDGs) sowie deren Umsetzung in den Nachhaltigkeitsstrategien der Bundesregierung und des Landes Baden-Württemberg. Elf der insgesamt 17 SDGs werden in dem Klimaschutzprojekt im Kongo umgesetzt.

Zertifiziertes Projekt

Im Virunga Nationalpark lebt etwa ein Drittel der letzten Berggorillas in freier Wildbahn. 600 Ranger schützen das Gebiet vor bewaffneten Milizen, die sich an Bodenschätzen, Tieren und Holz für den Handel mit Holzkohle bereichern. Der illegale Raubbau ist ein Millionengeschäft und finanziert einen grausamen Bürgerkrieg. Mehr als 160 Ranger haben bei ihrem Einsatz ihr Leben verloren. Die Holzkohle aus Bäumen aus dem Virunga ist für viele die einzige Energiequelle, 97 Prozent der Bevölkerung leben ohne Strom. Ohne Alternativen zur Holzkohle wird der Wald in zehn Jahren abgeholzt sein.

Deshalb ist das Klimaschutzprojekt entstanden: Ein kleines Laufwasserkraftwerk mit einer Leistung von 13,26 Megawatt. Inzwischen sind bereits 5.000 Haushalte und viele neue Kleinunternehmen an das lokale Stromnetz angeschlossen - eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und in Folge für mehr Stabilität und Frieden in der Region. Viele neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Durch emissionsfreie Energie erfolgt eine Einsparung von 46.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Durch den Ausbau der Straßenbeleuchtung in den Dörfern entsteht mehr Sicherheit für die Bewohner. Außerdem wird die Verbreitung sauberer Technologie vorangetrieben. Weitere Kleinkraftwerke sind im Virunga geplant. Verifiziert wurde das Projekt von der TÜV Nord Cert GmbH.

Regelmäßige Überprüfung

Warum unterstützt die Volksbank im Kongo? Alle Klimaschutzprojekte müssen neben der Emissionseinsparung vier grundlegende Kriterien erfüllen. Beispielsweise den Ausschluss von Doppelzählungen. Das bedeutet, es muss sichergestellt werden, dass die CO2-Einsparung nicht bereits an anderer Stelle angerechnet wird. Zum Beispiel kann eine Solaranlage, deren Strom als Ökostrom vermarktet wird, nicht als Klimaschutzprojekt deklariert werden, da die positive Klimawirkung schon dem Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland bereits den nationalen Emissionsreduktionszielen zugeschrieben wird. Außerdem muss sichergestellt sein, dass ein Projekt nur deshalb umgesetzt wird, weil es eine zusätzliche Finanzierung durch den Emissionshandel erhält. Es muss also auf Erlöse aus dem Emissionshandel zur Deckung des Finanzierungsbedarfs angewiesen sein und diesen Bedarf nachweisen können. Die Emissionseinsparungen müssen dauerhaft erfolgen. Zusätzlich müssen Klimaschutzprojekte in allen genannten Kriterien in regelmäßigen Abständen durch unabhängige Dritte überprüft werden.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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