Vorsorgetipps für Reisende
Gut vorbereitet in den Urlaub starten
- Wer ins Ausland reist, sollte sich rechtzeitig über Impfungen und mögliche Gesundheitsrisiken informieren.
- Foto: Lea Wölfle
- hochgeladen von Christina Großheim
Ortenau Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude auf den Urlaub steigt. Doch bevor es an den Strand, in die Berge oder auf Fernreise geht, sollten Reisende nicht nur an Reisepass und Sonnencreme denken. Auch der Impfschutz spielt bei der Reiseplanung eine wichtige Rolle.
Frühzeitig informieren
„Vor jeder Auslandsreise sollte zunächst geprüft werden, ob die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Standard- und Indikationsimpfungen vollständig und aktuell sind“, erklärt Dr. Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamts des Ortenaukreises. Dazu zählen unter anderem Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung. Je nach Reiseziel können weitere Impfungen hinzukommen, etwa gegen Hepatitis A, Typhus oder Gelbfieber. Auch die Art der Reise, die Aufenthaltsdauer sowie Alter und Gesundheitszustand spielen eine Rolle. Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis. Für Fernreisen oder Reisen in tropische Regionen können auch reisemedizinisch geschulte Ärzte oder Tropeninstitute weiterhelfen. „Wichtig ist außerdem, sich frühzeitig beraten zu lassen – idealerweise mehrere Wochen oder Monate vor Reisebeginn“, betont Bressau. Manche Impfungen benötigen mehrere Termine, bis ein vollständiger Schutz aufgebaut ist. Neben Impfungen sollten Reisende auch auf weitere Vorsorgemaßnahmen achten. Dazu gehören Hygiene bei Essen und Trinken, ausreichender Mückenschutz sowie eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte genügend Vorrat für die gesamte Reise mitführen. Nicht nur Fernreisende sollten ihren Impfschutz überprüfen. Auch in Deutschland kann eine Impfung sinnvoll sein. Der Ortenaukreis gehört zu den FSME-Risikogebieten. Die Krankheit wird durch Zecken übertragen und kann Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten verursachen. „Empfohlen wird die Impfung für alle Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben oder dorthin reisen und sich häufiger in der Natur aufhalten“, erklärt Bressau. Besonders Wanderer, Radfahrer, Camper oder Menschen, die regelmäßig im Garten arbeiten, profitieren von dem Schutz.
Chronische Erkrankungen
Besondere Aufmerksamkeit sollten Menschen mit chronischen Erkrankungen ihrer Reisevorbereitung widmen. Dazu zählen beispielsweise Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Lungenerkrankungen. Auch für sie gelten grundsätzlich dieselben Reiseimpfempfehlungen wie für gesunde Menschen. Bestehende Erkrankungen und regelmäßig eingenommene Medikamente sollten jedoch frühzeitig mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Gerade bei einem geschwächten Immunsystem könne eine individuelle Beratung wichtig sein, so Bressau. Wer seinen Impfschutz rechtzeitig überprüft und sich gut vorbereitet, kann viele Gesundheitsrisiken vermeiden – und den Urlaub deutlich entspannter genießen.






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