Anschlussstelle Rust wird ausgebaut
Bauarbeiten machen die A5 fit für die Zukunft

Die zunehmend hohen Besucherzahlen im Europa-Park machen eine Optimierung der Anschlussstelle nötig.
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  • Die zunehmend hohen Besucherzahlen im Europa-Park machen eine Optimierung der Anschlussstelle nötig.
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Ringsheim/Rust (ds). Weil sie an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt und nicht mehr verkehrssicher war, wird derzeit die Autobahnanschlussstelle Ringsheim-Rust ausgebaut. Die Arbeiten laufen trotz Corona-Krise wie geplant weiter und liegen auch im vorgesehenen Bauzeitenplan. Ende des Jahres soll die Maßnahme, die im November 2018 begonnen wurde, abgeschlossen sein.

Verkehrsaufkommen

Seit Inbetriebnahme der Anschlussstelle im Jahr 2000/2001 ist dort das Verkehrsaufkommen ständig gewachsen. Eine kurzfristige Lösung war der Bau eines zusätzlichen Bypasses am östlichen Kreisel im Jahr 2014. "Mit dem aktuellen Umbau werden die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Anschlussstelle deutlich verbessert", erklärt Heike Spannagel, Pressesprecherin des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg, auf Anfrage. Mit den zunehmend hohen Besucherzahlen im Europa-Park und der neuen Wasserwelt Rulantica war eine weitere Optimierung der Anschlussstelle nötig geworden.
Aktuell wird am Neubau der zweiten Brücke gearbeitet, die das alte Bauwerk ersetzen wird. Wesentliche Verkehrsbehinderungen dadurch erwartet das Regierungspräsidium nicht, da alle Fahrspuren der Autobahn befahrbar sind. Das sei beim Ausbau der Anschlussstelle im Übrigen eine besondere Herausforderung, berichtet die Sprecherin des RP: "Vorgabe ist, dass während der gesamten Bauzeit vier Spuren der A5 sowie die beiden Spuren der Kreisstraße aufrecht erhalten bleiben." Zudem müsse auf beiden Seiten der Anschlussstelle der Verkehr immer fließen. Planer und Bauarbeiter mussten außerdem einer weiteren Maßgabe gerecht werden: "Der Abbruch der alten Brücke musste pünktlich im November 2019 stattfinden, da der Europa-Park in dieser Zeit drei Wochen Pause machte und nur dann die Autobahn gesperrt werden konnte. Da hatten wir also nur ein kleines Zeitfenster", so Spannagel weiter.

Brückenbau

Für den Brückenabriss selbst musste die Autobahn allerdings gesperrt werden. Um die Fahrbahn nicht zu beschädigen, wurde ein 60 Zentimeter dickes Fallbett aus einem Sand-Kies-Gemisch aufgebracht, insgesamt rund 2.500 Tonnen Material. Zehn Sattelzüge haben dann die Brückenteile, etwa 1.500 Tonnen Stahlbeton, im Minutentakt abtransportiert. "Der Abbruch der Brücke war notwendig, weil das 60 Jahre alte Bauwerk von der Höhenlage und der Geometrie nicht zu der neuen, zusätzlichen Brücke passte", erläutert Heike Spannagel. Die alte Brücke zu erhalten, hätte schlicht zu Problemen bei der Bauausführung geführt. "Spätestens für den sechsspurigen Ausbau der A5 hätte die Brücke ohnehin abgerissen werden müssen", ergänzt sie. Einen Monat zuvor wurde im Oktober vergangenen Jahres die erste neue Brücke eröffnet. Mittlerweile ist der zur gesamten Maßnahme gehörende Straßenbau zu 80 Prozent abgeschlossen. Der westliche Kreisel wurde bereits zurückgebaut. Die neue Ampelanlage ist Anfang November in Betrieb gegangen. Vor wenigen Wochen, im April, wurden nun die rund 65 Tonnen schweren und 28 Meter langen Betonfertigteile – insgesamt zehn Stück – der zweiten Brücke mit einem mobilen Kran eingesetzt.

Die Baukosten betragen laut Regierungspräsidium rund 7,1 Millionen Euro. 20 Prozent davon, etwa 1,4 Millionen Euro, bezahlt der Ortenaukreis. Den Rest übernimmt der Bund.

Die zunehmend hohen Besucherzahlen im Europa-Park machen eine Optimierung der Anschlussstelle nötig.
Trotz Corona-Krise liegen die Bauarbeiten im Zeitplan.
Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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