Was steht an, Herr Bürgermeister Günter Pfundstein?
Zell am Harmersbach investiert ordentlich

Günter Pfundstein

Zell am Harmersbach (ag). Die frühere Freie Reichsstadt und ihre Stadtteile können sich sehen lassen. Um die Attraktivität zu erhalten, wird aber auch einiges investiert. Was steht an? Das wollte die Stadtanzeiger-Redaktion von Bürgermeister Günter Pfundstein im Rahmen der gleichnamigen Serie wissen.

Riesenprojekt L94

Das Riesenprojekt L94 ist so gut wie abgeschlossen. 2,5 Kilometer Straße wurden in Unterharmersbach für 12,5 Millionen Euro saniert. "Alle Beteiligten haben sehr gut zusammengewirkt, alles griff ineinander", so Günter Pfundstein. Dadurch wurde das Projekt ein Jahr früher fertig als gedacht. Derzeit beschäftigt sich die Stadtverwaltung noch mit abrechnungstechnischen Dingen. Außerdem gibt es Arbeiten auf der ehemaligen Umleitungsstrecke. Die Wiesenfeld- und Klosterstraße werden mit der Lindenbrücke teilsaniert. Der Rathauschef geht davon aus, dass im November alles abgeschlossen ist. Fleißig gearbeitet wird auch im Medizinischen Versorgungszentrum. Pfundstein ist sehr froh, dass die ambulante, chirurgische Versorgung am Ort auch nach dem Ausscheiden der vorherigen Fachärzte aus Altersgründen sichergestellt werden konnte. Am 1. Juli 2018 ist die Unfallchirurgie im Schulterschluss mit dem Ortenau Klinikum in neue Hände übergangen. Das Gebäude war jedoch in die Jahre gekommen. Nun investiert die Stadt als Eigentümer 1,8 Millionen Euro. Während der Bauarbeiten wird in Gengenbach praktiziert und in Offenburg operiert. "Wenn alles gut läuft, können die Praxisräume noch im Oktober bezogen werden", so der Bürgermeister. Die OP-Säle sind voraussichtlich im November fertig.

Rundofen

Beeindruckend ist der Anblick des Rundofens. Der ehemalige Porzellanbrennofen der Zeller Keramikmanufaktur ist jetzt von einer Seite sichtbar, die übrigen Außenwände sind mit einem Stahlkorsett gesichert. Bereits 1989 wurde der Rundofen als Industriedenkmal anerkannt. 30 Jahre später kann er nun saniert werden. Gerade wird das Gebäude entkernt. Geplant ist ein Anbau mit einer Glasfront, so dass der freie Blick auf den Rundofen erhalten bleibt. Noch wird am Nutzungskonzept unter Beteiligung des Gemeinderats und Ehrenamtlichen gearbeitet. Pfundstein will dem Ergebnis nicht vorgreifen, verrät aber, dass über eine multifunktionale Nutzung nachgedacht wird, beispielsweise für kleinere Ausstellungen oder Empfänge. Insgesamt 3,8 Millionen Euro werden die Kosten betragen. Verhandelt wird derzeit über Fördermittel in Höhe von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro. Außerdem hofft der Bürgermeister auf "LEADER"-Mittel. "Für die Nutzung wurden uns 150.000 Euro in Aussicht gestellt", so Pfundstein.

Rathaussanierung

Auf Hochtouren läuft die Planung für die Rathaussanierung. Die ehemalige Metzgerei neben dem historischen Rathaus wird Anfang 2020 abgerissen. Im März oder April soll mit dem Rohbau begonnen werden. Geplant sind zwei Bauabschnitte. Angefangen wird mit dem Neubau mit Keller und Technik. Wenn alles fertig ist, werden die Rathausmitarbeiter dorthin umziehen. Anschließend geht es an die Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses. Ende 2022 sollte alles fertig sein. Was die Kosten anbelangt, hängt noch einiges von der Detailplanung ab. Pfundstein rechnet mit neun bis 9,5 Millionen Euro, wovon ein gutes Drittel durch Fördergelder abgedeckt werden kann.

Schulzentrum Ritter von Buß

Die Arbeiten am Schulzentrum Ritter von Buß läuft seit drei Jahren. Das Investitionsvolumen seit 2015 beträgt 6,5 Millionen Euro für die Mensa, Küche, Toiletten und die energetische Sanierung. Letztere soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein.
Das sind nur die großen Maßnahmen, wie Pfundstein betont. Hinzu kommen noch viele Kleinere wie beim Freibad oder der neuen Ortsmitte in Unterharmersbach. "Wir haben einige Investitionen vor der Brust", so Pfundstein, "aber mit dem Geld, das wir in den Rücklagen haben, ist das finanzierbar." 2018 war in Sachen Gewerbesteuereinnahmen mit zehn Millionen ein Rekordjahr.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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