Investition in Zukunft
Neues Hotel soll am Dollenberg entstehen

Meinrad Schmiederer 3. v. r. stellt sein neues Hotelprojekt vor. Weiter zu sehen sind (v. l.): Bürgermeister Meinrad Baumann, Gunia Wassmer, Birgit Schmiederer sowie Ulrike und Martin Herrmann.
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  • Meinrad Schmiederer 3. v. r. stellt sein neues Hotelprojekt vor. Weiter zu sehen sind (v. l.): Bürgermeister Meinrad Baumann, Gunia Wassmer, Birgit Schmiederer sowie Ulrike und Martin Herrmann.
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Bad Peterstal-Griesbach (mak). "So rund alle zehn Jahre haben wir eine Großbaustelle", sagt Meinrad Schmiederer, Inhaber des Hotel Dollenberg. Im Frühjahr des kommenden Jahres soll es wieder soweit sein. Denn dann sollen die Bauarbeiten für ein neues Hotel am Dollenberg beginnen. Mit dem "Schwarzwaldhotel" und dem "Seeschlösschen", dass sich bereits im Rohbau befindet, da es ursprünglich als Ergänzung zum Spa-Bereich des Hotel Dollenbergs vorgesehen war, entsteht auf dem Bergrücken oberhalb des Stammhauses ein neues Ensemble. "Der Standort ist einmalig mit einem tollen Ausblick", schwärmt Schmiederer bei einer Pressekonferenz vor Ort.

Trotz Corona investiert das Hotel Dollenberg einen zweistelligen Millionenbetrag in das neue Projekt und erweitert sein Angebot für die touristische Herausforderungen der Zukunft. Am 8. Dezember wird Schmiederer im Rathaus der Doppelgemeinde Bad Peterstal-Griesbach den Antrag für den Bau des neuen Hotels einreichen. Dem neuen Großprojekt sind im jetzt fast abgelaufenen Jahr eine ganze Reihe an Modernisierungen und Modifizierungen vorangegangen. So wurde unter anderem das Dach neu gedeckt, etliche Zimmer wurden auf den neusten Stand gebracht und neue Suiten gebaut. All diese Maßnahmen sollen das Hotel zusammen mit dem Neubau in die "nächste Epoche führen", so Schmiederer. 

Das neue Haus soll als Drei-Sterne-Superior-Hotel angesiedelt werden und bietet sich als Domizil für Familien, Urlaubsgäste und Veranstaltungsbesucher an. Der Neubau wird an die 60 Zimmer auf vier Geschossen haben, zum Teil Familienzimmer mit vier Betten, zum Teil als kleine Ferienwohnungen. Zu den Zimmern – alle mit Balkon - zählt eine kleine Küche, um sich einfache Mahlzeiten und Frühstück selbst zu zubereiten. Zutaten aus der Dollenberg-Küche gibt auch es im neuen Hotel. Gebucht werden können ebenso Frühstück oder Halbpension. In den beiden Untergeschossen gibt es eine Wellnessanlage mit Saunen sowie ein Bad mit Schwimm- und Kinderbecken.

Das Restaurant befindet sich im „Seeschlösschen“, das in unmittelbarer Nachbarschaft verwirklicht wird. Es bietet einen Veranstaltungsraum für über 200 Personen für Ausstellungen, Messen und Tagungen sowie ein Kinderland mit Rutschen, Kletterwand und Bobby-Car-Bahn über zwei Etagen. "Mit dem Küchenkonzept des neuen Hauses wollen wir uns jung und dynamisch präsentieren", verrät Schmieder. Die Gäste dürfen sich auf leckere Steak-Variationen und ein schmackhafte italienische Gerichte freuen. 

Nach den Plänen von Architekt Rainer Lehmann ist das neue Hotel im energieeffizienten modernen Schwarzwaldstil mit dem Haupthaus durch einen bereits bestehenden Schrägaufzug verbunden. Mit dem Schwarzwald-Ambiente hofft Schmiederer auch Gäste aus Fernost auf ihrer Europareise von der Schweiz durch den Schwarzwald anlocken zu können.

Eine direkte Zufahrt zur Bundesstraße 28 besteht als neue Straße seit Mai 2021. Darüber hinaus besteht mit einer regelmäßig fahrenden Buslinie zum Nationalpark Schwarzwald eine Anbindung an den ÖPNV. "Das ist eine große touristische Einrichtung", so Schmiederer. Mit dem Neubau soll im Frühjahr 2022 begonnen werden. Meinrad Schmiederer rechnet mit einem Jahr Bauzeit. Dabei gehen seine Pläne bereit weiter: Als zweiter Schritt soll das Kinderland um einen Außenbereich mit Wasser-Abenteuer und Riesenrutsche erweitert werden.

Schmiederer, zugleich Vorsitzender des Vereins Nationalparkpartner, sieht das Hotel- und Freizeitprojekt als Investition in den Schwarzwald-Tourismus und als Zukunftssicherung seines Betriebes: „Die Hotelruinen an der Schwarzwaldhochstraße erinnern uns daran, was passiert, wenn wir nicht bereits sind, uns ständig weiter zu entwickeln.“

Meinrad Baumann, Bürgermeister von Bad Peterstal-Griesbach, lobte: "Das Projekt könnte nicht passender sein als in der Zeit des Umbruchs und um die Zukunft für den Tourismus für die Region aufzuzeigen." Der Gemeinderat wird am 20. Dezember über den Bauantrag entscheiden. Bei einem positiven Bescheid soll im Frühjahr des kommenden Jahres der Baubeginn erfolgen.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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