Windkrafträder auf Rauhkasten/Steinfirst eingweiht
Nutzen der Anlage ist immer abzuwägen

Nach der offiziellen Eröffnung mit Minister Franz Untersteller waren am Freitagnachmittag alle Bürger auf den Steinfirst zum Bürgerfest eingeladen.
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  • Foto: Manuela Seiler
  • hochgeladen von Daniel Hengst

Ortenau (ds). Bis 2011 gab es im Ortenaukreis 23 überwiegend kleinere Windkraftanlagen. Davon sind noch 15 in Betrieb und die Zahl der großen Anlagen steigt weiter. Derzeit drehen sich 39 Anlagen, die Gesamthöhen zwischen 50 und 200 Metern erreichen, im Ortenauer Wind, am Freitag wurden die vier Anlagen des Windparks auf dem Rauhkasten/Steinfirst auf den Gemarkungen von Gengenbach, Friesenheim und Hohberg offiziell in Betrieb genommen. Diese sollen künftig mit zwölf Megawatt Ökostrom pro Jahr für etwa 9.000 Haushalte sorgen.
"Der Ortenaukreis unterstützt den Ausbau der Windenergie tatkräftig, was an der hohen Zahl der seit 2012 genehmigten Windrädern abzulesen ist", betont Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises, auf Anfrage. Damals hat die Behörde ausgerechnet, dass in der Ortenau rund 50 weitere Windräder laufen müssten, damit man den Anteil zur Energiewende leisten kann. Fast die Hälfte davon sind inzwischen gebaut und in Betrieb. Mit dem Bau von zwei Anlagen auf dem Nillkopf bei Fischerbach soll demnächst begonnen werden, neun befinden sich aktuell im Genehmigungsverfahren. "Ein weiterer Antrag mit vier Anlagen auf dem Hohen Lochen bei Hausach ist angekündigt", so Stoermer. Allerdings ist der Nutzen einer Windenergieanlage für die Energiewende laut Stoermer sorgfältig gegen andere Belange wie Landschaftsschutz, Artenschutz und Lärmschutz abzuwägen. So zeichnet sich beispielsweise ab, dass für den Standort Gütschkopf bei Oberwolfach aus artenschutzrechtlichen Gründen bezüglich des Auerwilds keine Genehmigung erteilt werden kann. "In dem einen oder anderen Fall kann sich die Waage eben auch in Richtung Ablehnung neigen. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen, ohne besonders sensible Gebiete wie etwa Landschaftsschutzgebiete in Anspruch nehmen zu müssen“, erklärt der Erste Landesbeamte.
Die 15 kleinen Windkraftanlagen erzeugen eine Leistung von 21 Megawatt. Alle Anlagen zusammen schaffen eine Gesamtleistung von 91 Megawatt. "Zusammen können sie theoretisch den durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von 60.000 Drei-Personen-Haushalten abdecken", erläutert Nikolas Stoermer.

Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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