Nachgefragt bei Stephan Danner
Wie trotzen die Reben der Hitze?
- Stephan Danner, Geschäftsführer Durbacher Winzer und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbands
- Foto: gro
- hochgeladen von Christina Großheim
Durbach (gro) Hitze und Trockenheit setzen den Reben zu. Stephan Danner, Geschäftsführender Vorsitzender Durbacher Winzer und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbands, erklärt den Stand in den Weinbergen.
Wie wirken sich Temperaturen über 40 Grad Celsius auf die Reben aus?
Es fehlt das Wasser, das zum Erhalt des Stocks, der Laubwand und der Trauben benötigt wird. Durch die starke Hitze trocknen die Böden an der Oberfläche stark aus. Wind beschleunigt dieses Phänomen noch. Gerade die Junganlagen haben noch keine tiefen Wurzeln und leiden als Erste.
Welche Strategien gibt es gegen die Trockenheit?
Bewässerung durch Tröpfchenberegnung, Beschattung durch enge Zeilenabstände oder Hagelnetze, weniger Entblätterung in der Traubenzone: Wichtig ist eine vitale und gesunde Bodenstruktur mit guten Humuswerten. Aber auch resistentere Rebsorten, die besser mit Trockenheit umgehen können. Aber es ist ein sehr langwieriges Unterfangen, das Jahre und Jahrzehnte benötigt.
Welche Sorten vertragen diese Bedingungen?
Am besten verkraften die extremen Hitzebedingungen noch die südländischen Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Bei den heimischen Sorten ist der Spätburgunder noch am besten gegen die hohen Temperaturen gewappnet.





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