Aktionsbündnis in Ettenheim
IHK-Projekt zur Stärkung der Innenstadt

Aktionsbündnis unterzeichnet: Wolfgang Spengler (v. l.), Norbert Schneider, Steffen Auer und Bruno Metz
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  • Foto: Stadt Ettenheim
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Ettenheim (st). Viele Innenstädte in der IHK-Region Südlicher Oberrhein – so auch Ettenheim - sind als Wirtschaftszentren stark durch die Pandemie stark betroffen. Ihre Funktion als Ort zum Leben, Wirtschaften und Arbeiten ist nachhaltig beeinträchtigt. Händler, Gastronomen und Dienstleister stehen in einem Kreuzfeuer mehrerer Entwicklungen, so auch die Abwanderung der Kaufkraft in Richtung Onlinehandel. Einige Innenstädte weisen zudem „Vorerkrankungen“ auf, wie mangelnde Investitionsbereitschaften, schwere Erreichbarkeiten, zu hohe Mieten oder ungelöste Nachfolgesituationen.

Koordinierte Belebung

Diese Situation hat die Stadt Ettenheim und der Verein Unternehmen Ettenheim früh erkannt und sich dem Aktionsbündnis Innenstadt – initiiert durch die IHK Südlicher Oberrhein – angeschlossen. Als Gemeinschaftsprojekt soll dabei das lokale Aktionsbündnis zur koordinierten Belebung beitragen.

Bürgermeister Bruno Metz, IHK-Präsident Steffen Auer und einer der drei Vorstände des Unternehmen Ettenheim e. V., Norbert Schneider, unterzeichneten nun in Ettenheim die Vereinbarung einer zukünftigen engen Zusammenarbeit für den Mikrokosmos Innenstadt.

Strahlkraft in Umgebung

„Ich bin der IHK Südlicher Oberrhein sehr dankbar für die Initiative und die Möglichkeit, dass Ettenheim zu den ausgewählten Orten zählt, in denen im Schulterschluss mit der Kammer aktiv an der Entwicklung der Innenstadt, gerade in diesen Pandemiezeiten, gearbeitet werden kann“, freut sich Bürgermeister Bruno Metz über diese Kooperation. „Dies ist eines der wichtigen Themen mit großer Bedeutung für den Lebenswert und mit Strahlkraft in die Umgebung. Wir werden mit großem Engagement mitarbeiten,“ bekräftigt er.

Keine feste Matrix

Steffen Auer freute sich, dass die IHK im Rahmen des Aktionsbündnisses erneut mit der Stadt Ettenheim kooperiert, nachdem schon über das Städtische Gymnasium eine Bildungspartnerschaft besteht. Für das Aktionsbündnis Innenstadt gebe es keine feste Matrix, so Auer. „Es ist wichtig, dass jede teilnehmende Stadt ihre eigene Strategie entwickelt, abgestimmt auf die jeweilige Situation und die Rahmenbedingungen vor Ort“, informiert er. Grundsätzlich müsse man künftige gemeinschaftlich denken und alle Akteure in die Maßnahmenplanung einbeziehen, um die Innenstädten als Lebenszentren zu erhalten. So seien das Handels- und Dienstleistungsgewerbe, die Gastronomie, die Kulturschaffenden, die Banken, Schulen und viele mehr wichtige Partner bei der Entwicklung der Städte hin zu einem Lebenszentrum.

Zwei Ziele

Wirtschaftsförderer Wolfgang Spengler stellte die verschiedenen Maßnahmen im Rahmen des Aktionsbündnisses kurz vor. Diese verfolgen zwei Ziele: Zum einen Hilfen und bessere Planungssicherheit für Unternehmen insbesondere in der Innenstadt zu schaffen und zum anderen einen echten Mehrwert für Bürger, Kunden, Gäste und Besucher zu bieten. „Geplant sind unter anderem auch Angebote für die Unternehmen, um diese für die Digitalisierung fit zu machen, das Thema verkaufsoffene Sonntage anzugehen, Umfragen zum Förderbedarf und vieles mehr“, so Wolfgang Spengler.

Lenkungskreis und Beirat

Auch Norbert Schneider von Unternehmen Ettenheim zeigte sich erfreut über die gemeinsame Initiative. „Als die Stadt auf uns zugekommen ist, waren wir sofort dabei. Unser Ziel ist es, für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, damit wir uns als Innenstadt im Wettbewerb bewähren können“, erklärt er. Für Unternehmen Ettenheim ist Vorstand Jens Przibilla im Lenkungskreis vertreten, der sich zur Koordination der Aktivitäten bereits gegründet hat. Erste Maßnahmen, wie die Unterstützung der Unternehmen bei der Durchführung von Testungen oder die Umsetzungsmöglichkeiten der Luca-App-Nutzung sind hieraus schon entstanden. Aktionen von Unternehmen Ettenheim sollen auch für die Zeiten nach der Corona-Notbremse im Landkreis erarbeitet werden. Über dem Lenkungskreis steht ein neu geschaffener Innenstadt-Beirat bestehend aus einem Kreis von Personen, die Ideengeber, Botschafter und ergänzende Berater sein werden. Das Projekt läuft zunächst bis Ende 2022.

Als weitere Maßnahme folgt die IHK darüber hinaus dem Förderaufruf des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg „Innenstadt-Berater*in“. Erfolgt der Zuschlag, so wird Ettenheim zusammen mit sechs weiteren Städten in der Region der IHK Südlicher Oberrhein sehr eng über die IHK betreut werden.

"Pro Innenstadt"

Die Vereinbarung „Pro Innenstadt“ Ettenheim umfasst zehn Punkte. Wobei der letzte Punkt "#einfachmachen" die Arbeitsweise zum Ausdruck bringen soll „Es braucht keine x-fachen neuen Maßnahmenvorschläge, sondern Helfer beim Umsetzen. Und genau hier kann der IHK Innenstadt-Berater in Zukunft unterstützen“, so Thomas Kaiser, Handelsreferent der IHK, der das Projekt verantwortet.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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