Kappelrodeck geht Weg zur digitalen Verwaltung
Zählerstand per WhatsApp übermitteln

Modernisierung in Richtung digitale Verwaltung: Sachbearbeiterin Susen Allgeier und Bürgermeister Stefan Hattenbach stellen WhatsApp als zusätzlichen Kanal zur Übermittlung des Wasserzählerstandes an die Gemeinde Kappelrodeck vor.
  • Modernisierung in Richtung digitale Verwaltung: Sachbearbeiterin Susen Allgeier und Bürgermeister Stefan Hattenbach stellen WhatsApp als zusätzlichen Kanal zur Übermittlung des Wasserzählerstandes an die Gemeinde Kappelrodeck vor.
  • Foto: Gemeinde Kappelrodeck
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Kappelrodeck (st). Rund 250 Millionen Liter Trinkwasser verkauft die Gemeinde Kappelrodeck als öffentlicher Trinkwasserversorger jährlich. Eine Gebührensumme von rund 1,3 Millionen Euro für Trinkwasser und Schmutzwasser verteilt sich dabei jeweils auf über 2.000 auszustellende Rechnungen.

Rund 2.200 Wasserzähler

Abgerechnet wird über knapp 2.200 geeichte Wasserzähler, die den Kunden in ihren jeweiligen innerhäuslichen Wasserversorgungsanlagen - meist im Keller - eingebaut wurden. Alle sechs Jahre, dann endet die gesetzliche Eichfrist, wird der Zähler von der gemeindlichen Wasserversorgung gewechselt.

Selbstablesung

Früher musste jeder dieser Wasserzähler jedes Jahr zum Jahresende von Mitarbeitern der Gemeinde abgelesen werden, die dafür in jeden Haushalt kommen mussten, um den Zählerstand zu erfassen. Seit 2010 baut Kappelrodeck auf die sogenannte Selbstablesung ihrer Kunden. Diese können, wann immer es ihnen zeitlich passt, ihren Zählerstand selbst ablesen. Nachdem Kappelrodeck in der Raumschaft eine Vorreiterrolle hatte, haben zwischenzeitlich mehrere Gemeinden dieses Modell in Anwendung.

Viele Übermittlungsmöglichkeiten

Die Erfahrungen sind gut, der Bürokratieabbau und somit die Kostenreduzierung signifikant, bei von den meisten Kunden wahrgenommenem Mehr an Komfort. "Das sind die 'dicken Brocken', wenn es um Verwaltungsmodernisierung geht, die aber dennoch nur einen Mosaikstein und nur den Beginn darstellen", so Bürgermeister Stefan Hattenbach.Dabei gibt es für die Kunden zahlreiche Möglichkeiten, den abgelesenen Zählerstand zu übermitteln: im Internet über die Homepage der Gemeinde oder auch über das Einscannen eines QR-Codes. Persönlich, per Telefon oder mit formloser E-Mail an die zuständigen Sachbearbeiter bei der Gemeinde oder per Fax. "Ebenfalls möglich ist der Postweg, die den Kunden zugesandten Postkarten müssen dabei nicht frankiert werden und dürfen auch direkt im Rathaus oder der Ortsverwaltung abgegeben oder in den dortigen Briefkästen eingeworfen werden, so die zuständige Sachbearbeiterin auf dem Kappelrodecker Rathaus", Susen Allgeier.

Übertragung per WhatsApp

Einen weiteren, zusätzlichen Kanal gibt es seit 2019: Erstmals darf aktuell der Zählerstand auch bequem per WhatsApp übermittelt werden. "Nach aktuellen Erhebungen nutzen 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland WhatsApp, bei den 18- bis  64-Jährigen sind es sogar 95 Prozent, die regelmäßig diesen Messenger nutzen. Wieso also nicht das Kommunikationsverhalten unserer Kunden auch in diesem Bereich nutzen und als moderne Verwaltung neue digitale Dienste für mehr Komfort anbieten", fragt Bürgermeister Stefan Hattenbach zur Einführung von WhatsApp für die Wasserzählerablesung in Kappelrodeck und Waldulm. Eine Erklärung, wie es genau funktioniert, findet jeder Kunde auf den Anschreiben zur Zählerablesung, die dieser Tage in den Haushalten eingehen - noch per Post in Papierform. Natürlich darf auch auf die persönliche Beratung der Gemeindemitarbeiter zurückgegriffen werden.

Zählerstände bereits im Oktober ablesen

Neben der erstmaligen Möglichkeit der Nutzung von WhatsApp gibt es 2019 eine weitere Besonderheit, erläutert Susen Allgeier:„Da die Gemeinde Kappelrodeck auf das neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen umstellt, muss die diesjährige Jahresendabrechnung der Wasser- und Abwassergebühren bereits im November erstellt werden. Deshalb benötigen wir die Zählerstände früher als sonst üblich, nämlich bereits bis spätestens zum 11. Oktober. Der restliche Jahresverbrauch wird dann hochgerechnet." Den Zählerstand übermitteln sollten die Kunden aber auf jeden Fall: Sollte das versäumt werden, wird der gesamte Verbrauch für die Jahresabrechnung 2019 nämlich geschätzt. "Mogeln" lohnt sich indes nicht: Neben der Prüfung der Plausibilität der Angaben wird spätestens mit dem Wechsel des Wasserzählers durch die Gemeinde der Zählerstand durch die Gemeinde kontrolliert und abgerechnet - zu den dann geltenden Wasser- und Abwassergebühren.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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