Frankreichs Botschafterin zu Besuch
"Kehl ein Symbol für die Zusammenarbeit"

OB Toni Vetrano und Botschafterin Anne-Marie Descôtes im Austausch
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Kehl (st). Hohen Besuch durfte Oberbürgermeister Toni Vetrano am Donnerstag, 6. Mai, im Rathaus empfangen: Mit Anne-Maire Descôtes ist die ranghöchste französische Diplomatin in Deutschland von Berlin nach Kehl gereist, um sich vor Ort ein Bild von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu machen.

Bei ihrem Gespräch mit OB Vetrano ging es der französischen Botschafterin zum einen darum, „Bilanz zu ziehen über die erlebten Schwierigkeiten“ während der Corona-Pandemie, wie sie formulierte, zum anderen nutzte OB Vetrano die Gelegenheit, mögliche künftige Projekte der rheinübergreifenden Zusammenarbeit anzusprechen. Am Austausch im Bürgersaal des Rathauses nahmen auch Michael Mack, Honorarkonsul Frankreichs in Freiburg, sowie Catherine Veber, Generalkonsulin aus Stuttgart, teil. Alle Beteiligten gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, dass das Sekretariat des aus dem Aachener Vertrag hervorgegangen deutsch-französischen Ausschusses in der Kehler Rehfusvilla angesiedelt werden konnte. „Kehl ist ein Symbol für die deutsch-französische Zusammenarbeit“, betonte die französische Botschafterin.

Grenzschließung eine "schwierige Entscheidung"

Sie wäre gerne schon viel früher nach Kehl gekommen, um sich das neue, im Sommer vergangenen Jahres eingerichtete Sekretariat anzuschauen, sagte Anne-Marie Descôtes: „Ich habe es auch Herrn Dr. Schäuble versprochen.“ Doch aufgrund der Corona-Lage sei der Besuch immer wieder aufgeschoben worden. Die dreimonatige Grenzschließung, waren sich die Botschafterin und Toni Vetrano einig, sei „eine schwierige Entscheidung“ (Anne-Marie Descôtes) gewesen, es seien „auf der deutschen Seite Fehler gemacht worden“ (Toni Vetrano). In der zweiten und dritten Welle „ist auch vor Ort nachgefragt worden“, betonte der OB: „Und genau dafür brauchen wir das Sekretariat des deutsch-französischen Ausschusses auch, damit Informationen schnell von der kommunalen auf die staatliche Ebene transportiert werden.“

Im Vorfeld des Straßburg-Besuchs des französischen Staatschefs Emmanuel Macron am Sonntag, bei dem ein deutliches Plädoyer für den Verbleib des Europäischen Parlaments in Straßburg erwartet wird, tauschten sich auch die Botschafterin und OB Vetrano über die Bedeutung des Parlamentssitzes aus. Die Stadt Kehl habe sich im Kampf um das EU-Parlament stets an die Seite der Nachbarstadt gestellt, erklärte der OB und werde das auch weiterhin tun. Er erinnerte an die „ungeschriebene Vereinbarung“, dass europäische Institutionen nach Straßburg gehörten und grenzüberschreitende Einrichtungen ihren Platz in Kehl hätten. So hätten sich Straßburg und Kehl auch darauf verständigt, sich gemeinsam um den Sitz für das Sekretariat des deutsch-französischen Ausschusses zu bewerben.

Die Botschafterin war vor ihrem Kehl-Besuch in der Präfektur in Straßburg zu Gast und hat sich dann in Kehl die Räume des Sekretariats in der Rehfusvilla angeschaut und dort mit der deutschen Generalsekretärin Cathrin Gräber und ihrem französischen Kollegen Vincent Muller gesprochen. Nach dem Besuch im Kehler Rathaus hat sie sich die grenzüberschreitenden Einrichtungen in der Rehfusvilla – INFOBEST Kehl-Strasbourg, Euro-Institut und Sekretariat der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz – vorstellen lassen, bevor sie das Europäische Verbraucherzentrum am Bahnhofsplatz besuchte. Bei all diesen Begegnungen ging es um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen sowie um die Probleme von Grenzpendlern und Unternehmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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