1.100 Straßenlaternen in LED-Technik
Umweltschonend und sparsam
- Pascal Ossott, Elektromeister E-Werk Mittelbaden (v. l.), Lothar Baier, Leiter für Arbeitssicherheit und Straßenbeleuchtung E-Werk Mittelbaden, Erster Beigeordneter Thomas Wuttke, Tiefbauleiterin Susanne Fach, Heinz Rith, Ortsvorsteher Goldscheuer, Annika Natterer, Tiefbau Stadt Kehl
- Foto: Stadt Kehl/Normann Mummert
- hochgeladen von Christina Großheim
Kehl (st) 1.100 Straßenleuchten lässt die Stadt Kehl derzeit durch das E-Werk Mittelbaden auf moderne LED-Technik umrüsten. Die neuen Leuchten sind energiesparender, wartungsärmer und insektenfreundlicher als ihre Natriumdampfvorgänger. Mit diesem Modernisierungsschritt erreicht die Stadt eine Quote von 82 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung. Das heißt, nur noch jede fünfte Straßenlaterne im öffentlichen Beleuchtungsnetz nutzt keine Leuchtdioden.
Für die Stadt ist das „der vorletzte Schritt“ hin zu einer annähernd lückenlosen LED-Umrüstung, berichtet der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke. 6.046 Straßenlaternen stehen in der Kernstadt und den umliegenden Ortschaften. Mehr als die Hälfte, genau 3.826, nutzen bereits die sparsamen Leuchtmittel. „Darauf kann Kehl stolz sein“, lobt Lothar Baier, Leiter für Arbeitssicherheit und Straßenbeleuchtung beim E-Werk Mittelbaden, bei einem Vor-Ort-Termin in Marlen. Nun sollen 1.100 weitere hinzukommen. Die Kosten dafür liegen bei etwa 580.000 Euro. Die Nationale Klimaschutzinitiative unterstützt die Umrüstung mit einem Fördersatz von 25 Prozent.
Investition in die Zukunft
Goldscheuers Ortsvorsteher Heinz Rith lobte die Modernisierung als Investition in die Zukunft. Denn die Leuchtdiodentechnik ist sowohl energiesparend als auch langlebig und wartungsarm. So kann die Stadt ihren jährlichen Stromverbrauch durch die zusätzlichen 1.100 Leuchten in diesem Bereich um rund 162.000 Kilowattstunden senken. Hinzu kommt, dass die überwiegend in den Ortschaften verbauten Leuchten eine prognostizierte Lebensdauer von 100.000 Brennstunden haben. Allerdings können diese Prognosen bisweilen auch übertroffen werden: „Wir tauschen jetzt die LED aus, die wir vor 20 Jahren eingesetzt haben“, berichtet Thomas Wuttke. Diesen war seinerzeit eine Lebensdauer von zwölf Jahren vorausgesagt worden.
Sollte eine Straßenlaterne wider Erwarten vorzeitig ausfallen, haben die Einwohner die Möglichkeit, dies unverzüglich und einfach online zu melden. Unter www.kehl.de/schadensmelder kann die defekte Laterne auf einer Stadtkarte ausgewählt werden. Bei Bedarf können zudem relevante Informationen ergänzt werden. Die Meldung geht anschließend beim städtischen Tiefbau ein und wird an das E-Werk Mittelbaden weitergegeben. In der Regel wird der gemeldete Ausfall einzelner Straßenleuchten innerhalb von drei bis fünf Werktagen behoben.
CO2-Einsparung
Die neuen Leuchtmittel, die nun vom E-Werk-Mittelbaden im Auftrag der Stadt eingesetzt werden, schonen nicht nur das Stadtsäckel, sondern auch die Umwelt. Durch den Austausch von 1.100 alten Leuchten durch effizientere LED-Technik kann die Stadt 1.411 Tonnen klimaschädliches CO2 einsparen. Zudem gelten die neuen Leuchtdioden als insektenfreundlich. „Je wärmer der Lichtton ist, desto weniger Insekten werden davon angezogen“, berichtet Lothar Baier. Bei den modernen LED-Leuchten lässt sich dieser Lichtton vorab einstellen. In den Außenbereichen der Ortschaften werden die Straßenlaternen deshalb mit Leuchten mit einer Lichtfarbe von 2200 Kelvin ausgestattet. „Das macht sie für Insekten unattraktiv“, erklärt Lothar Baier. Innerhalb der Ortschaften erstrahlen die umgerüsteten Leuchten hingegen in der Lichtfarbe von 3000 Kelvin.
So verteilen sich die 1100 LED-Leuchten:
- Kernstadt: 272 Stück
- Sundheim: 216 Stück
- Goldscheuer: 185 Stück
- Bodersweier: 156 Stück
- Marlen: 133 Stück
- Auenheim: 77 Stück
- Neumühl: 24 Stück
- Kork: 21 Stück
- Kittersburg: 16 Stück





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