Regionale Angebote bündeln
Weiterer Schritt hin zur Mobilitäts-App

Die App soll die ÖPMV-Angebote miteinander verknüpfen.

Kehl (st). Mit Hilfe einer App herausfinden, wie man mit verschiedenen Verkehrsmitteln über die Stadtgrenze hinweg problemlos von A nach B kommt? Auf dem Mobilgerät direkt Tickets buchen und bezahlen und informiert werden, sobald Verspätungen oder Störungen auftreten? Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau arbeitet daran, diese Ideen zu verwirklichen – und erhält dabei Rückenwind vom Landkreis.

Vorbereitungen seit 18 Monaten

Bereits vor anderthalb Jahren hat das Mobilitätsnetzwerk Ortenau mit den Vorbereitungen für eine Mobilitäts-App begonnen. Welche Anforderungen an so ein System gestellt werden, konnten Bürger, Klimaschutzbeauftragte, Rathauschefs und regionale Verkehrsbetriebe ebenso wie Vertreter des Ortenaukreises in drei großen Beteiligungsworkshops erarbeiten. Einer der drei Beteiligungstermine fand in Kehl als Mitglied im Mobilitätsnetzwerk statt: „Die Teilnehmer hoben vor allem die Mehrsprachigkeit aufgrund der Lage als Grenzregion und ein unkompliziertes Bedienen für Menschen mit Beeinträchtigungen als Anforderungen an das System hervor“, sagte Matthias Kaufhold vom Bereich Stadtplanung/Umwelt im Rathaus. Alle Ergebnisse der Workshops wurden dem Landkreis zur Verfügung gestellt und flossen unmittelbar in die Planungen zur Umsetzung des Projekts mit ein.

Nun folgt ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Realisierung: Der Ortenaukreis möchte als Betreiber der App künftig dafür sorgen, dass die regionalen Angebote gebündelt werden und den Nutzerinnen und Nutzern somit aus einer Hand Wegeplanung und Ticketkauf sowie ergänzende Angebote im Freizeit- und Tourismusbereich geboten werden. Dass die App finanziell unterstützt wird, dafür sprach sich der Ausschuss für Technik und Umwelt des Ortenaukreises in seiner jüngsten Sitzung aus. Das Gremium empfahl dem Kreistag, Mittel in Höhe von 950.000 Euro bereitzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ortenaukreises.

In Kehl freut man sich über diese Nachrichten: Der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke sieht im Ortenaukreis einen starken Partner für die Umsetzung der Mobilitäts-App: „Das Konzept bringt die fachliche Expertise mit den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger zusammen, sodass die App technisch machbar und finanziell leistbar wird. Auf Kreisebene kann sie viel mehr Menschen erreichen, als wenn wir das im Verbund mit wenigen Städten und Gemeinden umsetzen wollten.“

Hintergrund zum Mobilitätsnetzwerk Ortenau

Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau ist das erste seiner Art in Deutschland und wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Dazu gehören die zehn Kommunen Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Kehl, Lahr, Neuried, Offenburg, Rheinau, Schutterwald und Willstätt. Die drei Themenschwerpunkte in der gemeinsamen Arbeit sind Mobilitätsstationen im interkommunalen Verbund, gemeindeübergreifender Radverkehr und die Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel (Rad, ÖPNV, Carsharing), die in der Region eingesetzt werden.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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