Land gibt Zusage
Zweiter Abibac-Zug am Einstein-Gymnasium

Kehl (st). Die Bildungslandschaft in Kehl wird der Nähe zu Frankreich weiter angepasst: Nach einem Schreiben von Oberbürgermeister Toni Vetrano und dem Schulleiter des Einstein-Gymnasiums, Dominikus Spinner, hat das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Einführung eines weiteren bilingualen deutsch-französischen Zuges gewährt. Damit können am Einstein-Gymnasium künftig zwei Klassen neben dem Abitur auch das französische „Baccalauréat“ absolvieren.

„Die Abibac-Züge an Schulen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum interkulturellen Lernen und zur deutsch-französischen Freundschaft“, betont OB Toni Vetrano. Vor allem wegen der Grenznähe zu Frankreich sei es für ihn deshalb besonders wichtig gewesen, die Mehrsprachigkeit am Einstein-Gymnasium weiter zu fördern.

„Zahlreiche deutsch-französische Familien, die in der Regel in Kehl aber auch in Straßburg wohnen, legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder sowohl auf Deutsch als auch Französisch unterrichtet werden“, berichtet Dominikus Spinner. Darum entsendeten alle Kehler Grundschulen, vor allem die Falkenhausenschule, Schülerinnen und Schüler in den bilingualen deutsch-französischen Zug des Einstein-Gymnasiums.

„Wir beginnen in der Regel mit zwei gut gefüllten bilingualen deutsch-französischen und zwei nicht bilingualen fünften Regelklassen“, weiß der Schulleiter. Und das, obwohl die Schüler im Rahmen der bilingualen Ausbildung auch den besonderen Leistungsanforderungen gerecht werden müssten. Die Bestimmungen für den bilingualen deutsch-französischen Zug schrieben bisher aber die Einzügigkeit vor, sodass die beiden Klassen nach dem fünften Schuljahr zu einer Klasse zusammengeschlossen werden müssten.

Viele Eltern wollten allerdings nicht hinnehmen, dass ihre Kinder, die während der Grundschulzeit den deutsch-französischen Zug besucht haben, diesen im Verlauf der Gymnasialzeit wieder verlassen sollten. Hinzu komme, dass die Falkenhausenschule die Genehmigung erhalten habe, einen zweiten deutsch-französischen Zug einzuführen. „Eine passgenaue Fortführung dieses Regelbetriebs an einer weiterführenden Schule war dringend notwendig“, betont Dominikus Spinner. Darum seien er und das gesamte Einstein-Gymnasium sehr dankbar für das Engagement des Oberbürgermeisters. „Mit der Einführung des zweiten Abibac-Zuges wurde die Kehler Bildungslandschaft den hiesigen Verhältnissen angepasst“, freut sich auch Toni Vetrano.

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