Verluste im zweistelligen Millionenbereich
SWEG fordert finanzielle Unterstützung

Die Busse verkehren wieder planmäßig, der Schutz des Fahrers und der Fahrgäste steht im Vordergrund.
  • Die Busse verkehren wieder planmäßig, der Schutz des Fahrers und der Fahrgäste steht im Vordergrund.
  • Foto: SWEG
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Lahr (ds). Die Corona-Krise beschert der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG) Verluste im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Das gaben der Vorstandsvorsitzende Tobias Harms und Finanzvorstand Dr. Thilo Grabo im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Im Mittelpunkt stand allerdings die Würdigung des Engagements der SWEG-Mitarbeiter in Zeiten der Krise.

Systemrelevant

"Sie halten an vorderster Front den öffentlichen Personennahverkehr und damit das öffentliche Leben am Laufen“, sagt Harms. Es sei wichtig, nicht nur Ärzten, Pflegepersonal, Polizisten oder Verkäuferinnen für ihren Einsatz zu danken, sondern auch den Beschäftigten der ÖPNV-Unternehmen. „Die werden leider oft vergessen, obwohl sie ebenfalls zu den systemrelevanten Berufen gehören und zuverlässig ihren Dienst verrichten“, so Gabriele Fieback von der Gewerkschaft "ver.di" Südbaden Schwarzwald. Die SWEG hat seit Mitte März mit zahlreichen Maßnahmen auf den Ausbruch der Corona-Pandemie reagiert. "Der Schutz der Mitarbeiter und der Fahrgäste hat dabei höchste Priorität", betonte Tobias Harms. So wurde etwa neben der Einführung der Maskenpflicht in allen Bussen die vordere Tür geschlossen und der Fahrer-Arbeitsplatz abgesperrt. Künftig sollen Trennscheiben die Busfahrer vor einer Infektion schützen. Dann wird es für Fahrgäste auch wieder möglich sein, Tickets direkt beim Busfahrer zu kaufen.

Fahrscheinverkauf

Die Einnahmen aus den Fahrscheinverkäufen sind ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der SWEG. "Hier konnten wir in den vergangenen Wochen keine Einnahmen generieren", erläuterte der Vorstandsvorsitzende Tobias Harms. 90 Prozent weniger Fahrgäste bei gleichbleibenden Fixkosten würden die Diskrepanz schmerzlich spürbar machen. Harms sieht hier Land und Bund in der Pflicht und fordert einen finanziellen Ausgleich: "Wir benötigen die finanzielle Unterstützung der Aufgabenträger."

Fahrplan

Zu Beginn der Corona-Krise hat die SWEG ihr Angebot im Busbereich um 50 Prozent reduziert. Mit der Aufnahme des Schulbetriebs fahren die Busse wieder regulär zu 100 Prozent. Die Zugverbindungen der SWEG wurden auf 70 Prozent reduziert, ab dem 14. Juni, mit dem kleinen Fahrplanwechsel, sollen auch diese wieder zu 100 Prozent verkehren.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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