Angedacht: Hans-Georg Dietrich
Schutz und Fürsorge für die Schwächeren

Hans-Georg Dietrich

„Frauen und Kinder zuerst!“, brüllte eine Gruppe von Buben, die im Sommer am Baggersee Piraten spielten. Zuerst habe ich darüber gelächelt. Aber dann habe ich begriffen, welche wichtige Wahrheit die Jungen in ihrem Spiel da in die Welt schreien. Die Schwächsten sollten zuerst gerettet werden. Das gefällt mir. Und es gefällt mir auch, dass die Politik auf ganz anderem Niveau dieses Spiel mitspielt und diese Wahrheit teilt.

Schutzfunktion des Staates

„Wir müssen uns zuerst um die besonders vulnerablen Gruppen kümmern, um die Alten“ – das ist die Richtung für die Impfstrategie in Deutschland. Mich freut dieser Satz. Er beschreibt eine der Grundaufgaben von Staat und Gesellschaft: den Schutz und die Fürsorge für die Schwächeren. Ich habe den Eindruck, dass die Politik gerade in diesen Tagen die Schutzfunktion des Staates wieder neu entdeckt und umsetzt. Für mich ist das ein echter Lichtblick in diesen schwierigen Zeiten.

Mich freut auch, dass weite Teile der Bevölkerung dem Gedanken zustimmen, dass diese Gruppen einen besonderen Schutz bekommen sollen. In einem solchen Gemeinwesen lebe ich gerne. Lassen Sie uns das aus der gegenwärtigen Krise mitnehmen. Gerecht und gut ist eine Gesellschaft nicht dann, wenn nur Leistung und Stärke zählen.

Wirklich gerecht und gut ist eine Gesellschaft erst dann, wenn sie die Schwachen und die Armen mitnimmt und schützt. Das ist ein weites Feld und reicht weit über Impfstrategien hinaus. Die Verwundbaren und Schwachen sind ja nicht nur die Alten und Schwachen. Die Flüchtlinge gehören dazu und die Obdachlosen, ebenso wie die Kinder, die keine Unterstützung und Zuwendung von Zuhause bekommen.

Leitsatz: "Keiner darf verloren gehen"

In Offenburg gibt es ein Christliches Jugenddorf. Einer der Leitsätze dieser Einrichtung bringt diesen Gedanken auf den Punkt. „Keiner darf verloren gehen“. Das ist ein hoher Anspruch an Staat und Gesellschaft. Schön, dass dieser Anspruch wieder neu entdeckt wird. Das ist dann die wahrhaft humane soziale Gerechtigkeit von der die Bibel sagt: „Gerechtigkeit erhöht ein Volk“ (Sprüche 14,34).
Hans-Georg Dietrich
evangelischer Schuldekan
Bezirke Lahr und Offenburg

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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