Simon Kaiser von der IHK Südlicher Oberrhein über Aus- und Weiterbildung
Vereinbarkeit von Beruf und Familie rückt in den Fokus

Simon Kaiser von der IHK Südlicher Oberrhein verrät auch, welche neuen Berufsbilder es im Bereich der IHK gibt.
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Offenburg. Auch die IHK Südlicher Oberrhein ist auf der Berufsinfomesse am kommenden Freitag und Samstag, 10. und 11. Mai, vertreten und informiert an ihrem Stand über Hilfestellungen für Schulabgänger bei der Berufswahl. Im Interview mit Guller-Redakteurin Christina Großheim verrät Simon Kaiser, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung bei der IHK Südlicher Oberrhein, zudem welche neuen Berufsbilder es im Bereich der IHK gibt und wie die Digitalisierung die Berufswelt verändern wird. 

Wieso beteiligt sich die IHK an der Berufsinfomesse (BIM) in Offenburg?
Die BIM ist die zentrale Plattform zur beruflichen Orientierung in der Ortenau. Angesichts der Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten ist Orientierung heute wichtiger denn je. Mit unserem Engagement als BIM-Bündnispartner möchten wir deshalb für Schulabgänger einen Beitrag zu einem erfolgreichen Start in den Beruf leisten. Gleichzeitig unterstützen wir mit unserem Beratungsangebot und unseren Mitmach-Projekten unsere Mitgliedsbetriebe bei der Rekrutierung ihres Fachkräftenachwuchses.

Hilfestellung bei der Berufswahl

Welche Hilfestellung kann die IHK Schulabgängern bei der Berufswahl geben?
Zunächst einmal gibt es die Möglichkeit, sich auf der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) über konkrete Ausbildungsplätze und Praktika in der Region zu informieren. Überhaupt ermutigen wir alle Schülerinnen und Schüler, sich im Rahmen eines Betriebspraktikums einen konkreten Eindruck von möglichen Berufen zu verschaffen und unterstützen gegebenenfalls bei der Suche nach einem Praktikum. Außerdem bieten wir mit dem kostenlosen IHK-Berufsprofiling einen wissenschaftlich fundierten Eignungstest an, der die individuellen Ergebnisse an den Anforderungen von Ausbildungsberufen und Studienrichtungen spiegelt – eine wertvolle Hilfe bei der Berufswahl! Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es am Stand der IHK und auf der Internetseite unserer Kammer unter www.suedlicher-oberrhein.ihk.de unter Eingabe der Nummer 3740036 in das Suchfeld.

Gibt es neue Berufsbilder im Bereich der IHK?
Ja, und zwar den Beruf 'Kaufmann/frau im E-Commerce'. Ein sehr attraktiver Beruf mit spannenden Ausbildungsbetrieben und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in Branchen wie dem Groß- und Einzelhandel, der Industrie aber auch dem Tourismus. Besonders freuen wir uns darüber, dass es an den kaufmännischen Schulen Lahr für die Ortenau einen gut erreichbaren Berufsschulstandort geben wird.

Veränderung durch Digitalisierung

Wie sehr verändert die Digitalisierung die Berufswelt?
Die Digitalisierung hat großen Einfluss auf die tägliche Arbeit in vielen Branchen und Berufen. Wir gehen zwar aktuell davon aus, dass es bei den derzeitigen Berufsbildern keine revolutionären Entwicklungen geben wird. Weder ist ein Aussterben von zahlreichen Berufen zu befürchten noch wird es eine große Zahl von völlig neuen Berufen geben. Was sich aber definitiv ändern wird und sich beispielsweise bei den Berufen der Metall- und Elektroindustrie schon verändert hat, sind Inhalte und Schwerpunkte bei bestehenden Berufen. Im Wesentlichen geht der Trend hin zu einer stärkeren Verzahnung der verschiedenen Kompetenzbereiche aus dem kaufmännischen und dem technischen Bereich. Nur so kann Industrie 4.0 funktionieren.

Welche Möglichkeiten bietet die IHK den Angestellten, beruflich auf dem Laufenden zu bleiben?
Weiterbildung gehört heute ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag dazu. Wer beruflich erfolgreich sein möchte, muss seine Kompetenzen kontinuierlich auf dem neuesten Stand halten und erweitern. Das 'IHK-BildungsZentrum' bietet hierzu ein hochwertiges und vielfältiges Portfolio an Weiterbildungen an, die von Kurzseminaren über Zertifikatslehrgänge bis hin zu Lehrgängen mit Kammerprüfung, wie dem Industrietechniker, reichen. Gleichzeitig bieten wir bei der IHK Südlicher Oberrhein eine fundierte und trägerneutrale Weiterbildungsberatung an und unterstützen so bei der Suche nach einem passgenauen Weiterbildungsweg beziehungsweise -angebot.

Wie sieht es in den Betrieben mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus?
Viele Betriebe engagieren sich sehr stark bei diesem Thema. In Zeiten eines sich verschärfenden Fachkräftemangels ist dies nicht zuletzt ein wichtiger Baustein der Arbeitgeberattraktivität. Insofern ist die Entwicklung hier sehr positiv und hat gerade in jüngster Vergangenheit einen großen Sprung nach vorn gemacht. Mit der Ausbildung in Teilzeit gibt es übrigens auch für Azubis ein attraktives Modell, eine Berufsausbildung ohne großen Zeitverlust mit der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen zu vereinbaren.

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