Stollen, Lebkuchen und Plätzchen auf dem Gabenteller
Nüsse und Gewürze für die Weihnachtsbäckerei

Die Adventszeit und Weihnachten ohne selbstgebackene Plätzchen sind einfach undenkbar.
  • Die Adventszeit und Weihnachten ohne selbstgebackene Plätzchen sind einfach undenkbar.
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Ortenau (gro). Einmal im Jahr packt es selbst den größten Backmuffel: Kurz vor Weihnachten wächst die Lust auf Plätzchen, am liebsten selbstgemachte. Doch was so klein und scheinbar einfach auf dem Gabenteller unterm Weihnachtsbaum liegt, erfordert durchaus Können. Schließlich darf das Weihnachtsgebäck nicht verbrennen, aber auch nicht zu früh aus dem Ofen geholt werden.

Mit der Weihnachtsbäckerei sollte nicht zu spät begonnen werden. Stollen, Lebkuchen und Printen müssen eine Weile liegen, damit sie richtig lecker schmecken. Der echte Christstollen stammt aus Dresden. Es handelt sich dabei um einen Kuchen aus schwerem Hefeteig, der mit viel Fett hergestellt wird. Die Form soll das Christkind in der Krippe symbolisieren. Weitere Zutaten sind Trockenfrüchte wie Rosinen, aber auch Zitronat und Orangeat zählen zu den Bestandteilen. Gerne wird auch Marzipanrohmasse in den Stollen gegeben. Nach dem Backen wird der Kuchen mit Puderzucker bestreut. Stollen sind, so sie richtig gebacken wurden, monatelang haltbar.

Leb- und Pfefferkuchen

Auch Lebkuchen lassen sich lange aufbewahren. Deshalb zählen die Bäcker sie zu den Dauerbackwaren. Es werden zwei Arten unterschieden: Der Teig für braune Lebkuchen besteht hauptsächlich aus Mehl und Honig. Neben Eiern wird er mit Mandeln, Nüssen oder Kandisstücken verfeinert. In der Regel wird nur wenig Fett oder Milch dazu gegeben. Zu dieser Spielart zählen Printen, Dominosteine und Pfeffernüsse. Der Teig der Oblatenlebkuchen ist weicher und enthält weniger Mehl. Weitere Zutaten sind ebenfalls Mandeln, Nüsse, aber auch Marzipan. Die Masse wird auf Obladen aufgespritzt. Egal welche Variante: Die Gewürze machen das Gebäck. Lebkuchen kann mit Zimt, Sternanis, Ingwer, Macis, Fenchel, Kardamom, Koriander, Anis, Gewürznelken, Piment und Muskatnuss gewürzt werden.

Leicht, luftig, süß und schön mürb: Makronen sind echte kleine Kunstwerke. Sie bestehen aus einer Masse aus Eiklar, Zucker und in der Regel gemahlenen Nüssen, Mandeln, Kokosraspeln oder Pistazien. Sie werden bei einer relativ niedriger Temperatur gebacken. Die Kunst ist, sie durchzubacken, aber nicht auszutrocknen. Denn Makronen müssen saftig sein. Deshalb sollten sie auch dampfdicht verpackt werden.

Mürbteig ist die Basis

Viele Plätzchen bestehen aus einem lockeren Mürbteig. Allen voran die bei Kindern so beliebten Ausgestochenen. Ein süßer Mürbteig besteht aus Butter, Zucker, Ei, Mehl und einer Prise Salz. Je nach Geschmack können auch Nüsse darin verarbeitet werden. In seiner einfachsten Art wird er ausgerollt und dann werden mit Formen weihnachtliche Figuren ausgestochen. Eine schöne Farbe erhalten die Plätzchen, wenn sie vor dem Backen mit Eigelb bestrichen werden. Es macht aber auch Spaß, sie aufwendig zu verzieren: Zuckerperlen, farbige Glasuren oder Schokoladenguss veredeln sie. In Sachen Dekoration sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ein Klassiker in der Weihnachtszeit sind natürlich Vanillekipferl. Auch sie bestehen aus einem Mürbteig, bei dem allerdings nur das Eigelb verwendet wird. Sie werden noch lauwarm in Vanillezucker gewälzt. Dabei lohnt es sich, die Mischung mit Zucker oder Puderzucker sowie echter Vanille selbst herzustellen.

Zimtsterne sind ein Muss

Ist der Advent ohne Zimtsterne denkbar? Für viele Freunde dieses Weihnachtsdauerbrenners nicht. Zimtsterne bestehen aus Eiweiß, Nüssen, Zucker und natürlich Zimt. Sie werden mit einem Teil des zuvor aufgeschlagenen Eischnees überzogen.
Beliebt sind auch Spitzbuben oder Hildabrötchen, die mit Marmelade oder Gelee gefüllt werden. Dabei werden Sterne ausgestochen, aus der Hälfte von ihnen wird mittig ein kleiner runder Kreis ausgestochen. Auf den vollen Stern kommt die Marmelade, der Stern mit Loch wird darauf gesetzt und beides zusammen gebacken.

In Baden zählt die Linzer Torte zum Weihnachtsgebäck. Für einen Linzer Teig braucht es Mehl, Zucker, Butter, Ei sowie Mandeln und Nüssen. In der Regel wird er wird Zimt und Gewürznelken abgeschmeckt. Dieser Nussmürbteig wird rund ausgerollt. In Österreich, wo der Kuchen herkommt wird Rote-Johannisbeermarmelade auf den Boden gestrichen. In Südbaden wird auch Himbeermarmelade verwendet. Das Gitter wird aus sogenannter Linzer Masse gemacht: Diese besteht aus Mehl, Fett, Ei und Zucker. Sie wird ebenfalls mit Zimt abgeschmeckt, manchmal wird auch Marzipan dazugeben. Sie wird als Gitter auf die Marmelade gegeben. Es gibt auch Rezepte, in denen ein Teil des Grundteiges dafür verwendet wird.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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